Falter: Peter Pelinka droht Sohn Nikolaus "Watschen" an

Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina spricht von "katastrophalem Signal"

Wien (OTS) - Die Wiener Wochenzeitung Falter berichtet in ihrer morgen, Mittwoch erscheinenden Ausgabe über weitere scharfe Wortmeldungen in der Causa Nikolaus Pelinka. Im Falter meldet sich Nikos Vater, der
News-Chefredakteur Peter Pelinka ausführlich zu Wort. Sollte sein Sohn es "ernsthaft wagen, bei der Besetzung seiner ORF-Diskussionsrunden zu intervenieren", so Peter Pelinka, "dann hau ich ihm persönlich eine Watschen runter".

Peter Pelinka glaubt auch, dass sich "noch alle wundern werden" über seinen Sohn. Die SPÖ werde von Niko ab nun enttäuscht sein. Er werde sich von den Genossen abnabeln, ab nun den ORF vertreten und nicht die Partei. Die Politik, das habe der Filius erkannt, produziere "nur Verhärtung".

Anders schätzt Ex-SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina die Lage ein. Lacina ist einer jener Politiker, die den jungen Pelinka einst entdeckt hatten. Er meldet sich äußerst kritisch zu Wort. Lacina im Falter: "Pelinkas Bestellung ist als Signal katastrophal und ihm gegenüber verantwortungslos. (...) Wenn die SPÖ etwas von Alexander Wrabetz will, dann genügt doch ein Anruf von Medienstaatssekretär Ostermayer". Pelinka sei "in einem Ausmaß unkritisch, das wirklich beachtlich ist". Er sei in der SPÖ wohl auch deshalb so schnell hochgeklettert, "weil die Parteiführung momentan sehr unsicher ist und Angst vor allzu kritischen Köpfen" habe.

Es sei erstaunlich, so Lacina, "wie eine angeblich medienaffine junge Truppe einen Flop nach dem anderen hinlegt". Zuerst die falschen Facebook-Freunde Faymanns, dann die gefälschten Leserbriefe und nun die Bestellung Nikos. Lacina: "Wenn ich schon wenig zu sagen habe, muss ich wenigstens medienpolitisch alles richtig machen".

Auch Nikos Onkel Anton Pelinka meldet sich im Falter zu Wort. Sein Neffe, so der Politologe, solle lieber ins Ausland studieren gehen. Er sei von der SPÖ "aufgefressen" worden und sollte sich aus dem Milieu entfernen.

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