• 06.01.2012, 17:59:44
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Neues Volksblatt: "Taten setzen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 7. Jänner 2012

Linz (OTS) - Genau genommen müssten die Gewerkschafter einen
Aufnahmestopp für den öffentlichen Dienst lauthals begrüßen -
schließlich gibt es keinen besseren Beschäftigungsgaranten als die zu
erledigende Arbeit, die sich auf das bestehende Personal verteilt.
Weniger Leute haben eigentlich umso mehr zu tun.
Aber eine solche Argumentation wäre genauso unredlich wie jene des
roten Gemeindebedienstetengewerkschafters, der gleich mit dem
Totschlagargument kam und meinte, er könne sich nicht vorstellen,
dass es zu Einschränkungen im Spital und bei den Ambulanzen, bei der
Müllabfuhr, der Wasserversorgung, im Nahverkehr oder bei der
Schneeräumung komme.
Wenn ÖVP-Chef Spindelegger sagt, man müsse von alten Dogmen abrücken,
dann sollte man das ernst nehmen. So wie im öffentlichen Dienst über
eine bedarfsorientierte Personalpolitik nachzudenken ist, muss man
auch die Wirtschaft in die Pflicht nehmen und im Kampf gegen das
vorzeitige Pensionsvirus auf Arbeitsplätze für die Älteren pochen.
Wer sich zur Budgetkonsolidierung bekennt, muss selbst Taten setzen
und darf nicht nur mit guten Ratschlägen vom Spielfeldrand aus
aufwarten. Klar ist auch: Auf Zeit zu spielen ist keine Option, das
sorgt nur für Verunsicherung.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

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