• 05.01.2012, 10:06:13
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Haimbuchner: Hiegelsberger-Vorschlag ist verpatzter Aprilscherz

Freie Entscheidung des Bürgers, in einer religiösen Gemeinschaft Mitglied zu sein - VP soll aus 150-Mio-Kulturbudget Mittel zur Verfügung stellen

Linz (OTS) - Für den Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich,
Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner ist der Vorschlag zur Einführung
einer Art Solidarabgabe für aus der katholischen Kirche Ausgetretene
"mehr als ein verpatzter Aprilscherz. Man ist ja in der Landespolitik
so einiges gewöhnt, aber das eröffnet ja fast eine neue Ära der
originellen Steuervorschläge", so Haimbuchner mehr amüsiert als
empört.

Er, Haimbuchner, stelle sich das lustig vor: "Kollege Hiegelsberger
erklärt den geistlichen Oberhäuptern der islamischen Gemeinde in Linz
in aller Freundschaft, dass deren Mitglieder für den Erhalt
katholischer Sakralbauten einen kleinen Beitrag zu leisten hätten.
Na, auf entsprechende Reaktionen darf man wohl gespannt sein",
spricht Haimbuchner gegenüber dem Pressedienst seiner Partei wörtlich
"von einer Schnapsidee."

Der FPÖ-Landesparteiobmann erklärt aber auch ernsthafte Zweifel am
Vorschlag des VP-Landesrates und Bauernbundobmannes: "Es ist eine
freie und mündige Entscheidung eines Bürgers, in einer religiösen
Gemeinschaft Mitglied zu sein - oder eben auch nicht. Das ist eine
liberale Errungenschaft, über die auch der Bauernbund sich einmal
ernsthaft Gedanken machen sollte." Die Möglichkeit einer Art
Zusatzsubvention ist besonders verquer. "Warum nicht Austritte
einfach verbieten? Das kommt jetzt wohl als Nächstes..."

Abschließend betonte Haimbuchner, "dass das christlich kulturelle
Erbe Österreichs sehr wohl von Bedeutung ist. Mit einer
Zwangskirchensteuer wird jedoch genau das Gegenteil von dem erreicht,
was Hiegelsberger bezwecken will. Die oberösterreichischen
Steuerzahler müssen bereits über 150 Millionen Euro für ein
überdimensioniertes Kulturbudget aufbringen. Die VP sollte lieber aus
diesem Topf Mittel aufbringen und zur Verfügung stellen, um die
sakralen Kulturdenkmäler zu erhalten."

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