- 04.01.2012, 11:38:27
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NEWS-exklusiv: Die Psycho-Gutachten über Paulinas Peiniger
Der Prozess zu dem Mordfall soll im März stattfinden
Wien (OTS) - Am 5. Juli 2011 war die 14-jährige Paulina S. in Bad
Ischl am Weg zur Schule entführt, zu Tode gefoltert und in einem
Waldgrab verscharrt worden. Von Beginn der Erhebungen galten Klaus,
48, (der Stiefvater des Opfers) und dessen Sohn Konstantin K., 19,
als dringend tatverdächtig. Bereits in ersten Verhören legten die
Männer umfangreiche Geständnisse ab. Der 48-jährige Fernfahrer
behauptete, dass "böse Stimmen" in seinem Kopf ihm den Auftrag für
das Verbrechen gegeben hätten. Der Sohn wiederum berichtete von einem
"von langer Hand geplanten Delikt". Mit welchem sein Papa Claudia S.,
Paulinas Mutter, die Klaus K. Anfang 2011 verlassen hatte, bestrafen
habe wollen.
Klaus K. beging im Oktober in seiner Zelle in der Justizanstalt
Wels Selbstmord. Noch vor seinem Suizid wurden er und sein Sohn
ausgiebig von Gerichtspsychiater Reinhard Haller untersucht. Die
Ergebnisse dieser Analysen liegen nun - wie NEWS exklusiv in seiner
am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet - der Justiz vor.
In dem Gutachten über Klaus K. schreibt Haller: "Das Herrn Klaus
K. zur Last gelegte Verbrechen stellt sich als die Tat eines
narzisstisch schwerst gestörten, unter einem hohen
Aggressionspotential stehenden, bei Kränkungen impulsiv und aggressiv
reagierenden Menschen, der in beleidigtem Zustand jegliches
Empathievermögen verliert und extrem egozentrisch reagiert, dar. Die
von ihm als Begründung genannten befehlenden Stimmen, die er nicht
nur für sein Handeln, sondern auch für das Tatmotiv verantwortlich
macht, lassen sich medizinisch in keiner Weise erklären."
Konstantin K. diagnostiziert der Seelenarzt "keine psychischen
Auffälligkeiten höheren Grades"; Haller weist jedoch auf seine
"unreife Persönlichkeitsstruktur, das pathologische
Abhängigkeitsverhältnis zum tatdominanten Vater" und "die erhebliche
emotionale Drucksituation, der er während der Tatzeit ausgesetzt
gewesen ist", hin. Der Prozess gegen Burschen ist für kommenden März
geplant.
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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