• 02.01.2012, 17:01:34
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"KURIER"-Kommentar von Margaretha Kopeinig: "Kräuters Schnapsidee"

Der Bundesgeschäftsführer der SPÖ hat keine Ahnung von Sicherheitspolitik.

Wien (OTS) - Günther Kräuter will die Eurofighter verkaufen und
die Luftraumüberwachung über Verträge anderen Ländern überlassen.
Die Frage ist, was hinter Kräuters Ideen steht: Ein
Silvester-Rausch? Oder absolute verteidigungspolitische
Ahnungslosigkeit? Entspringen die Pläne des SPÖ-Politikers
seriösem Nachdenken, können sie nur zweierlei bedeuten:
Erstens, Kräuter will die Neutralität abschaffen. Das wäre eine
längst fällige rationale Option. Das Gefahren- und
Bedrohungspotenzial ist im gemeinsamen Europa gering. Österreich ist
umringt von NATO-Mitgliedern und der ewig neutralen Schweiz. Als
allianzfreies Land oder als Mitglied des Nordatlantischen Bündnisses
könnte Österreich Verträge mit den Nachbarländern schließen,
militärische Aufgaben zu teilen und sich gegenseitig zu helfen.
Pooling & Sharing, also Arbeitsteilung bei Sicherheit, ist ja die
neue Strategie von EU und NATO. Auch Slowenien lässt seinen
Luftraum von Italien bewachen.
Zweitens, Kräuter will den schwer angeschlagenen
Verteidigungsminister Norbert Darabos, der strikt an der Neutralität
festhält, zu Fall bringen. Wenn man solche Parteifreunde hat, braucht
man keine Feinde mehr. Das sollte Darabos zu denken geben.

Rückfragehinweis:
KURIER, Europaredaktion
Tel.: (01) 52 100/2752

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