- 02.01.2012, 13:21:24
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Tumpel zur Arbeitslosigkeit: "Positive Tendenz jetzt nicht kaputt sparen"
Noch immer 50.000 Arbeitssuchende mehr als vor der Krise - AK Präsident verlangt Fortsetzung der bisherigen Arbeitsmarktpolitik
Wien (AK) (OTS) - Als positiv bewertet es AK Präsident Herbert
Tumpel, dass wenigstens diesen Dezember die Gesamtzahl der
Arbeitssuchenden im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht gesunken ist.
Freilich sieht er keinen Grund zur Entwarnung: "Bisher ist es
gelungen, das Budget für aktive Arbeitsmarktpolitik stabil zu halten.
Sollte es jetzt aber zu generellen Budgetkürzungen nach der
Rasenmähermethode kommen, würde der Arbeitsmarkt kaputtgespart." Nach
wie vor, erinnert Tumpel, sind in Österreich um gut 50.000 Menschen
mehr auf Arbeitssuche als vor der Krise. Deshalb müsse es
gleichzeitig zu den Konsolidierungsbemühungen sichtbare Investitionen
in Zukuntsbereiche geben, und die Arbeitsmarktpolitik müsse ihre
Aufmerksamkeit auf Gruppen mit besonderen Bedürfnissen richten, etwa
auf Jugendliche ohne Berufsausbildung, Ältere, Frauen und
Niedrigqualifizierte.
Um die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen,
verlangt Tumpel weiterhin ausreichend Mittel für aktive
Arbeitsmarktpolitik. Phasen der Arbeitslosigkeit sollen besser
genutzt werden können, um zusätzliche Qualifikationen und einen
Berufsabschluss zu erwerben. Ebenso müssen wirksame Maßnahmen gesetzt
werden, damit Ältere länger in Beschäftigung bleiben können.
Zusätzlich muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass auch
teilzeitbeschäftigte Frauen hochwertige, geförderte
Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen können.
Um Beschäftigung und Wachstum nicht abzuwürgen, sei neben aller
Konsolidierung eine Strategie für mehr Wachstum, Beschäftigung und
bessere Verteilung nötig, so Tumpel. Der AK Präsident fordert
sichtbare Investitionen in Zukunftsbereiche wie Bildung, Wissenschaft
und soziale Dienstleistungen: "Genau hier gibt es noch Potenzial für
neue Arbeitsplätze."
Vor allem darf die private Nachfrage nicht verringert werden. Das,
so Tumpel, sei möglich, wenn Steuerlücken im Vermögensbereich
geschlossen werden. Immerhin gehören die vermögensbezogenen Steuern
in Österreich zu den niedrigsten in der EU.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:peter.mitterhuber@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at
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