Neues Volksblatt: "Vorsatz" von Markus EBERT

Ausgabe vom 31. Dezember 2011

Linz (OTS) - Jahreswechsel ist Umfragezeit, da wird auf den Zahn gefühlt. 57 Prozent der Österreicher sind demnach in Bezug auf das Jahr 2012 skeptisch oder besorgt, anderseits ist jeder Vierte gewillt, Schulden abbzubauen, was durchaus auf einen gewissen Weitblick schließen lässt. Jeder Siebte will mehr für seine Gesundheit ausgeben, was auch nicht unklug ist, aber 23 Prozent haben keine Neujahrsvorsätze. Das mag aus der Erfahrung resultieren, dass man sie ohnehin bricht, oder einem gewissen Pessimismus geschuldet sein - immerhin geht nach dem Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 die Welt unter. Apropos untergehen: der vielfach totgesagte Euro hat nach Ansicht von 68 Prozent der Österreicher langfristig Bestand.
Fehlt noch was? Ach ja, die Politik, die in Umfragen traditionell unten durch ist. Was läge näher, als die erfragten Urteile als Vorurteile zu entlarven, indem die Regierung mit dem fest dokumentierten Willen ins neue Jahr geht, das beste für das Land und die Leute zu wollen, das gegenseitige Haxelstellen hintanzuhalten und ein von Wahlkampfparolen befreites Sparpaket zustande zu bringen, das von wirklichem Reformgeist zeugt. Wir Staatsbürger drücken im eigenen Interesse die Daumen, dass dieser Vorsatz gefasst wird und auch noch hält.

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