- 30.12.2011, 13:20:24
- /
- OTS0101 OTW0101
ÖAMTC-Urgestein Willy Matzke geht mit Jahresende in Pension (+ Foto)
Der hauseigene "Infrastrukturminister" des ÖAMTC nimmt Abschied
Wien (OTS) - Man kennt ihn als unermüdlichen Tunnel- und
Baustellentester, kritischen Reifenexperten und hauseigenen
"Infrastrukturminister": Willy Matzke geht nach fast 40 Jahren beim
ÖAMTC mit Jahresende 2011 in Pension. In diesen vier Jahrzehnten hat
der 62-Jährige in unterschiedlichen Funktionen gearbeitet und dem
ÖAMTC als Experte eine Stimme gegeben, die gehört worden ist. Auch
international war Matzke als EuroTest-Vertreter tätig. Das Streben
nach maximaler Sicherheit in einer lebenswerten Umwelt zieht sich wie
ein roter Faden durch das berufliche Wirken Matzkes.
Beim Club hat Matzke ursprünglich in der Informationszentrale
begonnen, seine weiteren Arbeitsstationen beim ÖAMTC waren vom
leitenden Redakteur bei der Clubzeitschrift auto touring bis hin zum
Bereich Verkehr und Konsumentenschutz, in dem er die Abteilung
Verkehrsmanagement und Infrastruktur bis zuletzt leitete.
In den vergangenen 20 Jahren konnte Matzke dem ÖAMTC auch auf
europäischer Ebene großes Gewicht verleihen. Schließlich ist der Club
Gründungsmitglied von EuroTest, dem europaweiten Prüfprogramm der
großen Automobilclubs mit Sitz in Brüssel. Wo immer mobile Menschen
gefährdet schienen, wurden europaweite Tests durchgeführt und
Änderungen erreicht.
EuroTests von Raststätten und Rastplätzen haben die Qualität in
Österreich auf ein sehr hohes Niveau gebracht. ÖAMTC-Fährentests nach
schweren Unglücken mit hunderten Toten haben zum Bau neuer und
sicherer Autofähren geführt. Mit den Schutzwegetests hat der ÖAMTC
seinen Einsatz für die schwächsten Verkehrsteilnehmer gezeigt. Tests
über öffentliche Verkehrsmittel in Europa haben auch in Österreich
den Ruf nach mehr Park+Ride-Anlagen laut werden lassen. Der
ÖAMTC-Bahnhoftest hat die Missstände am Wiener Süd- und Westbahnhof
aufgedeckt und schließlich zu Neubauten beider Bahnhöfe geführt.
Mietwagentests in beliebten Urlaubsländern haben Urlauberfallen
aufgedeckt.
Nicht zu vergessen die ÖAMTC-Reifentests: Den ersten dieser Art
hat Matzke schon im Winter 1967/68 durchgeführt. Erst viel später
wurde aus diesem Reifentest eine mehrere Länder umfassende
Kooperation der größten Automobilclubs und Konsumentenschutzverbände,
deren Ergebnis heute mehr als 100 Millionen Autofahrer erreicht.
Als Mitglied der Österreichischen Tunnelkommission war Matzke
maßgeblich daran beteiligt, dass der erste europäische
Tunnelinspektor in Österreich eingesetzt worden ist. In Brüssel wurde
auf Drängen des ÖAMTC das European Tunnel Assessment Program EuroTap
gemeinsam mit den wichtigsten Partnerclubs Europas installiert. Die
teilweise alarmierenden Prüfergebnisse von rund 200 Tunnels haben
schließlich zur europäischen Tunnelrichtlinie geführt. Matzkes
Einsatz hat dem Bau von zweiröhrigen Tunnels ohne Gegenverkehr
gegolten. Mit der Eröffnung der zweiten Röhre des Tauerntunnels auf
der Tauern Autobahn (A10) im Juni 2011 hat der ÖAMTC ein großes Ziel
für die Verkehrssicherheit in Europa erreicht. Alle Autobahntunnels
mit hoher Verkehrsbelastung erhalten diese zweiten Röhren, aktuell
sind der Pfändertunnel bei Bregenz und der Bosrucktunnel auf der
Pyhrn Autobahn (A9) schon sehr weit fortgeschritten sind.
"Sicherheit braucht Platz" - mit diesem ÖAMTC-Slogan ist Matzke
gegen gefährlich schmale Sparautobahnen aufgetreten, breite
Seitenstreifen und Pannenbuchten waren stets seine Forderung. Er hat
die Gefährlichkeit von Alu-Leitschienen aufgezeigt und ihre
Auswechslung verlangt. Auch die Einrichtung mehrstreifiger
Autobahnbaustellen mit lückenloser Mittelsicherung und besserer
Markierung gehen auf ÖAMTC-Forderungen zurück. Gemeinsam mit der
Asfinag und mehreren Universitäten und Forschungsinstituten wurden
laufend bessere Baumethoden entwickelt. Ein weiteres Matzke-Anliegen
war der Lückenschluss im hochrangigen Straßennetz. "In den kommenden
Jahren sollten alle Hauptverbindungen auch zu den Nachbarländern mit
vielen modernen Tunnels fertig gestellt sein", zieht Matzke zufrieden
Bilanz.
"Bessere Kraftfahrzeuge auf besseren Straßen" war unter der Ägide
Matzkes auch das Ziel der ÖAMTC-Unfallforschung. Die Auswertung von
Luftbildern der Flugrettung ist als Basis für detaillierte Vorschläge
zur Verbesserung des Straßennetzes und der Fahrzeugtechnologie
unverzichtbar geworden.
Durch viele Publikationen und Vorträge auch auf internationalen
Kongressen gab Willy Matzke dem ÖAMTC als Mobilitätsclub seine Stimme
und vertrat die Anliegen der Mitglieder nach außen. Ihn verbindet
eine langjährige Zusammenarbeit mit der Asfinag und zahlreichen
Vertretern in den Dienststellen von Bund und Ländern.
"Ich danke Willy Matzke für seine Verdienste rund um die Themen
Verkehrssicherheit, Verkehrsinfrastrukur und Verkehrsmanagement und
nicht zuletzt für seine starke mediale Ausstrahlungskraft für den
ÖAMTC", sagt Generalsekretär Oliver Schmerold abschließend.
Aviso an die Redaktionen:
Ein Foto von Willy Matzke ist im Fotoservice unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Sabine Fichtinger
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP






