MediaWatch / APA-OTS Politikportalanalyse: Jahresbilanz 2011

Werner Faymann meist genannter Politiker 2011

Wien (OTS) - MediaWatch erstellt im Auftrag von APA-OTS ein Jahresranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker 2011 in den österreichischen Tageszeitungen (Untersuchungszeitraum 01. Jänner bis 28. Dezember 2011). Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) positioniert sich an erster Stelle des Top-30 Politikerrankings und ist damit der meistgenannte Politiker des Jahres. Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) folgt auf Rang zwei, an dritter Stelle liegt Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ). Im Parteienranking dominiert wie im Vorjahr die ÖVP, den zweiten Rang nimmt die SPÖ ein, gefolgt von den freiheitlichen Parteien FPK und FPÖ.

Bundeskanzler Werner Faymann setzt sich mit 19.849 Nennungen an die Spitze des Rankings der meistgenannten Politikerinnen und Politiker 2011. Im Vorjahr war Faymann noch auf dem zweiten Rang zu finden (2010: 24.065 Nennungen). Mit einem geringen Abstand hinter Faymann positioniert sich sein Gegenpart in der Großen Koalition:
Vizekanzler Michael Spindelegger, der seit April 2011 der ÖVP vorsteht, liegt mit 19.100 Nennungen an zweiter Stelle (2010: Rang 17). Verteidigungsminister Norbert Darabos platziert sich - mit deutlichem Abstand hinter dem Spitzenduo - auf Rang drei mit 12.028 Nennungen. Mediale Schwerpunkte der beiden Regierungspartner waren dieses Jahr neben den Diskussionen über die Schuldenbremse (Verhandlungen mit allen Oppositionsparteien über eine Verfassungsmehrheit, Vermögenssteuern, Budgetkonsolidierung, Eurokrise, Triple-A) auch das Thema Wehrpflicht (Volksbefragung zur Heeresreform, Berufsheer, Abberufung und anschließende Rückkehr von Generalstabschef Edmund Entacher) sowie Bildungsthemen (Neue Mittelschule, Aufsteigen in der Oberstufe mit drei Nicht Genügend, Studiengebühren, Unimilliarde).

Als erster Oppositionspolitiker positioniert sich FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache mit 10.903 Nennungen auf dem vierten Rang (2010: Rang 3). In den Medien präsent war Strache 2011 durch den Parteiausschluss des Tiroler Nationalratsabgeordneten Werner Königshöfer, durch Verhandlungen mit der ÖVP zur Schuldenbremse und insbesondere durch seine Unterstützung für FPK-Parteiobmann Uwe Scheuch (Rang sieben, 8.273 Nennungen), der in der "Part of the Game"-Affäre eine erstinstanzliche Verurteilung zu 18 Monaten teilbedingter Haft wegen Geschenkannahme hinnehmen musste.

Den fünften Rang besetzt die bestplatzierte Politikerin im Ranking Finanzministerin Maria Fekter mit 10.176 Nennungen (Top-Themen:
Frühpensionen, Hochschulmilliarde, Hypo Alpe Adria und Griechenlandhilfe). Fekter ist heuer als einzige Frau unter den Top-10 vertreten (2010: vier Politikerinnen). Neben ihr schaffen es 2011 lediglich sechs weitere Politikerinnen ins Top-30 Ranking (entspricht einer Quote von 23 Prozent, im Vergleich zu 30 Prozent im Vorjahr).

Den sechsten Rang im Jahresranking der meistgenannten Politikerinnen und Politiker 2011 erobert der Oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer mit 8.504 Nennungen (Top-Themen:
Schuldenbremse und Spitalsreform). Pühringer verbessert sich im Vergleich zu 2010 um fünf Ränge, obwohl seine mediale Präsenz rückläufig ist (2010: 14.020 Nennungen).
Durch die Lösung der Frage nach zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten platziert sich der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) mit 8.247 Nennungen auf Rang acht und der zuständige Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) mit 3.227 Nennungen auf dem 28. Platz. Weitere Landeshauptleute im Ranking sind: Erwin Pröll, ÖVP (Rang 13, 5.386 Nennungen); Günther Platter, ÖVP (Rang 16, 4.516 Nennungen); Michael Häupl, SPÖ (Rang 17, 4.168 Nennungen) und Gabi Burgstaller, SPÖ (Rang 23, 3.661 Nennungen)

Für die restlichen Oppositionspolitiker fiel das Jahr 2011 medial bescheiden aus. Die Grünen scheinen mit Nationalratsabgeordneten Peter Pilz (Rang 25, 3.531 Nennungen) und Obfrau Eva Glawischnig-Piesczek (Rang 26, 3.297 Nennungen) am unteren Ende des Rankings auf (Top-Thema: Schuldenbremse). BZÖ-Obmann Josef Bucher erreicht in diesem Jahr keinen Platz unter den Top-30.

Die ÖVP stellt erneut mit vierzehn Politikerinnen und Politikern die stärkste Partei im Ranking. Die SPÖ folgt mit neun, die FPK und die Grünen mit jeweils zwei Akteuren. Die FPÖ ist mit einem Vertreter präsent. Weiters schafften Bundespräsident Heinz Fischer (Rang 10, 7.131 Nennungen) und der Präsident der Österreichischen Wirtschaftskammer Christoph Leitl den Sprung unter die Top-30 (Platz 23, 3.747 Nennungen).

Im Zuge einer Regierungsumbildung im April 2011 traten folgende Politiker neu in den medialen Focus: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, ÖVP (Rang 15, 4.854 Nennungen) und Staatssekretär Sebastian Kurz, ÖVP (Rang 18, 3.916 Nennungen). Zurückgetreten ist hingegen Ex-Vizekanzler Josef Pröll, ÖVP (Rang 13, 5.386 Nennungen). Weiters zurückgetreten und im Top-30 Ranking präsent: Wolfgang Schüssel, ÖVP (Rang 21, 3800 Nennungen), der im Zuge der Telekom-Affäre aus dem Nationalrat ausschied. Nennungen aller zurückgetretenen Politiker wurden jeweils bis zum Datum ihres Rücktritts für das Ranking 2011 berücksichtigt.

Die Top-3 der Jahresrankings 2003 bis 2011 im Überblick

2011: Werner Faymann, Michael Spindelegger, Norbert Darabos
2010: Josef Pröll, Werner Faymann, Heinz-Christian Strache
2009: Werner Faymann, Josef Pröll, Claudia Schmied
2008: Alfred Gusenbauer, Jörg Haider, Werner Faymann
2007: Alfred Gusenbauer, Wilhelm Molterer, Jörg Haider
2006: Wolfgang Schüssel, Alfred Gusenbauer, Jörg Haider
2005: Jörg Haider, Wolfgang Schüssel, Hubert Gorbach
2004: Jörg Haider, Wolfgang Schüssel, Karl-Heinz Grasser
2003: Jörg Haider, Wolfgang Schüssel, Karl-Heinz Grasser

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MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politikerinnen und -politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Ein wöchentlich aktualisiertes Ranking ist über den OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.

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