• 28.12.2011, 10:43:00
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Berlakovich: Flussraumgestaltung im Einklang mit Natur und Bevölkerung

Flussdialoge an 10 Flüssen in vier Bundesländern

Wien (OTS) - Das Projekt "Flussdialog" wurde im Zuge der
Öffentlichkeitsbeteiligung zur EU-Wasserrahmenrichtlinie ins Leben
gerufen, um auf regionaler Ebene qualitativ hochwertige Dialoge zu
fördern. Ziel des Projektes war es von Anfang an, die Bevölkerung
über geplante Maßnahmen in einer Flussregion zu informieren und damit
das Verständnis für Wasserbaumaßnahmen und Wasserschutz zu erhöhen.
"Seit 2008 haben sich mehr als 11.000 Bürgerinnen und Bürger am
Flussdialog beteiligt. Für alle Beteiligten bietet der Flussdialog
die Chance, intensiv Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Uns
sind die Anliegen der Bevölkerung wichtig, sie werden sowohl auf
Landes- als auch Bundesebene gehört und bei der Umsetzung zukünftiger
Maßnahmen berücksichtigt", so Umweltminister Niki Berlakovich.

Das Projekt "Flussdialog" wurde in Kooperation des
Lebensministeriums mit dem Land Oberösterreich 2008/2009 entwickelt
und gestartet. Im November 2011 fand bereits der 10. Flussdialog
statt: Nach Oberösterreich (Alm, Antiesen, Große Mühl, Krems,
Maltsch, Mattig und Oberer Traun), Kärnten (Lavant) und der
Steiermark (Obere Mur) hatten nun erstmals die Bürgerinnen und Bürger
an der Mur im Lungau (Salzburg) die Möglichkeit, bei der Zukunft
ihres Flusses mitzureden und ihre ganz persönlichen Anliegen
einzubringen.

Der Flussdialog wird im Rahmen von drei Schritten umgesetzt: Zu
Beginn des Dialogprozesses werden regionale Stakeholder eingeladen,
ihre Vorstellungen über die zukünftige Gestaltung ihres Flusses
darzulegen. Bei den Online-Befragungen zur Zukunft ihres Flusses kann
dann die gesamte wahlberechtigte Bevölkerung einer Flussregion
teilnehmen. Die Ergebnisse dieser Online-Befragung werden im
Anschluss gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung, regionalen
Stakeholdern wie etwa Fischerei, Naturschutz oder Verwaltung sowie
mit VertreterInnen der Wasserwirtschaft aus dem Lebensministerium und
der jeweiligen Landesregierung diskutiert. Das Projekt wird von den
Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen: Sie bringen sich aktiv in den
Prozess ein, agieren lösungsorientiert und zeigen ein gutes
Verständnis für die Zusammenhänge.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt wurden in den letzten
drei Jahren in zehn Flussregionen rund 180.000 Haushalte und mehr als
3.000 regionale Stakeholder eingeladen, sich an der zukünftigen
Gestaltung ihres Flusses zu beteiligen. Mehr als 10.000 Bürgerinnen
und Bürger haben sich an den Online-Befragungen beteiligt, knapp
1.200 Personen besuchten die regionalen Dialogveranstaltungen.

So geht es weiter

Für 2012 sind weitere Flussdialoge in Österreich geplant. In
Oberösterreich wird das Projekt an der Aist im Mühlviertel umgesetzt.
Darüber hinaus finden derzeit Gespräche über weitere Flussdialoge in
Salzburg und der Steiermark. Die Rückmeldungen der Bevölkerungen
zeigen, dass diese auch an Folgeschritten interessiert ist. Daher
sollen bei künftigen Flussdialogen konkrete Themen bzw. Maßnahmen
praxisnah diskutiert bzw. umgesetzt werden. Die Bevölkerung soll bei
der Entwicklung von Projekten noch stärker als bisher beteiligt
werden.

Weitere Informationen im Internet unter: www.flussdialog.at

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963

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