• 27.12.2011, 09:43:07
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Berlakovich: Über 500 Mio Euro Investitionen für sauberes Wasser

Wasserinfrastruktur ist Garant für Lebensqualität in Österreich

Wien (OTS) - In Österreich sind über 90% der Menschen an
öffentliche Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen
angeschlossen. Das ist Ergebnis jahrelanger Investitionen. Allein
2011 wurden 2.634 Projekte der Siedlungswasserwirtschaft mit 123
Millionen Euro seitens des Bundes gefördert. Darunter die Kläranlagen
in Güssing, Hermagor und Klosterneuburg, die 2011 eröffnet wurden.
Die genehmigten Projekte lösen ein Investitionsvolumen von rund 548
Millionen Euro aus. "Die Wasserinfrastruktur sichert den Wohlstand
und die Lebensqualität der österreichischen Bevölkerung am Land
gleichermaßen wie in den Städten, verbessert die Umweltsituation
unserer Gewässer und trägt mit den hohen Investitionen zur Belebung
der Wirtschaft und Schaffung von green jobs bei", betont
Umweltminister Niki Berlakovich.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden mithilfe von Förderungen des
Bundes insgesamt fast 53 Milliarden Euro in die
Siedlungswasserwirtschaft investiert und damit Wasserleitungen,
Brunnen, Wasserbehälter sowie Kanäle und Kläranlagen errichtet.
Umweltminister Berlakovich dazu: "Die Förderung des Bundes für die
Siedlungswasserwirtschaft ist für die Gemeinden eine wichtige
Unterstützung bei der Finanzierung der Wasserinfrastruktur und
ermöglicht damit auch eine sozial verträgliche Gebührengestaltung.
Trotz der bereits erreichten hohen Qualität und Versorgungsdichte
gibt es in der Siedlungswasserwirtschaft erheblichen Bedarf für
weitere Investitionen, die der Erhaltung der Infrastruktur und der
langfristigen Absicherung der Daseinsvorsorge dienen. Die
Bundesförderung stellt auch dabei einen wichtigen Teil der
Finanzierung im Sinne eines sozial ausgewogenen Systems dar, und ich
setze mich daher mit Nachdruck für eine weitere ausreichende
Dotierung der Förderung Siedlungswasserwirtschaft ein."

Die Trinkwasserversorgung in Österreich erfolgt zu 100% aus Grund-
und Quellwasser, das zumeist ohne weitere Aufbereitung durch 76.000
km Wasserleitungen an die Haushalte verteilt wird. Die Ableitung der
anfallenden Abwässer erfolgt über 88.000 km Kanalleitungen in eine
der mehr als 1.500 zentralen Kläranlagen, in denen die Abwässer nach
dem Stand der Technik gereinigt und dann wieder in den natürlichen
Wasserkreislauf zurückgeführt werden. Die Gewässergüte der Flüsse und
Seen hat sich dadurch in den vergangenen Jahrzehnten erheblich
verbessert, sodass rund 90% der Fließgewässer kaum bis mäßige
Verunreinigungen aufweisen und sämtliche Seen Badewasserqualität
haben.

Die Investitionen haben auch deutlich positive Einflüsse auf die
regionale Wirtschaft vor allem im ländlichen Raum und auf die
Baukonjunktur. Im langjährigen Durchschnitt werden pro Jahr durch die
Investitionen in der Siedlungswasserwirtschaft etwa 10.000
Arbeitsplätze geschaffen, etwa 13.000 Personen sind permanent im
Anlagenbetrieb beschäftigt. Das österreichische Know-how in der
Wassertechnologie ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor am
internationalen Wassermarkt.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963

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