Hypo: BZÖ-Petzner: Peschorn schiebt Verantwortung ab, schadet Bank und verursacht über 20 Millionen Euro Kosten

Protokolle der BayernLB belegen: Deutscher Eigentümer hat bereits im November 2008 entschieden, Hypo fallen zu lassen!

Wien/Klagenfurt (OTS) - Die Ankündigung des Präsidenten der Finanzprokurator, Wolfgang Peschorn, nun einen eigenen Sonderbeauftragten für die Aufarbeitung der Vergangenheit der Hypo Alpe Adria einsetzen zu wollen, wertet der stellvertretende BZÖ-Klubobmann und Kärntner Abgeordnete Stefan Petzner als Manöver, um die Verantwortung für das Ermittlungs-Debakel der eingesetzten CSI Hypo abzuschieben und vom fatalen Kaufvertrag, der Zahlungen in Höhe von über drei Milliarden Euro an den deutschen Eigentümer der Bank beinhaltet, abzulenken. Petzner: "Die CSI Hypo hat bisher über 20 Millionen Euro Kosten für den Steuerzahler verursacht und keine Ergebnisse geliefert. Weil es sich dabei um nichts anderes als eine Einrichtung mit einem klaren parteipolitischen Auftrag handelt, der da lautet, nicht die tatsächlichen Ursachen und Verantwortlichen für die Pleite der Hypo Alpe Adria zu finden, sondern Kärntner Organe der Bank zu kriminalisieren, um daraus politisches Kapital zu schlagen."

Peschorn schade mit diesem bisherigen und sich nun nahtlos fortsetzenden, unkoordinierten Verhalten und Agieren der Bank, deren Mitarbeiter sowie ihrer Führung, die bemüht sei, unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen geordneten Verkauf durchzuführen. Ihm, Peschorn, gehe es offensichtlich nur darum, von seiner Mitverantwortung für den fatalen Kaufvertrag abzulenken. Petzner: "Das wird aber nicht gelingen. Ich konnte nachweisen, was zuvor vehement abgestritten wurde: Dass es Milliardenverpflichtungen gegenüber der BayernLB gibt. Und ich werde ebenso nachweisen, dass es richtig ist, wenn ich seit zwei Jahren sage, dass die wahren Verantwortlichen für die Pleite in München und nicht in Kärnten sitzen!"

Der stellvertretende BZÖ-Klubobmann verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es Peschorn und die CSI Hypo bis heute unterlassen hätten, offensiv die Verantwortung der deutschen BayernLB als Mehrheitseigentümer der Hypo Alpe Adria zu klären. "Es liegen Protokolle von Sitzungen der BayernLB sowie entsprechende Aussagen der damaligen Führung der BayernLB vor dem bayrischen Untersuchungsausschuss vor, dass die BayernLB bereits am 29. 11. 2008 beschlossen hat, sich von der Hypo zu trennen und diese fallen zu lassen. Das ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass der deutsche Mehrheitseigentümer die Hypo vorsätzlich und von langer Hand geplant die Kärntner Hypo in den Ruin getrieben und schließlich die Notverstaatlichung zum Schaden des österreichischen Steuerzahlers erpresst hat. Bis heute haben Peschorn und die CSI Hypo aber die Aufarbeitung der Verantwortung der BayernLB unterlassen und stattdessen einen Kaufvertrag gebastelt, bei dem die Bayern als Sieger und der österreichische Steuerzahler als Verlierer aussteigt, der mehr als drei Milliarden für die Misswirtschaft einer deutschen Bank hinblättern muss."

Wenn Peschorn und die CSI Hypo sich weiter weigern sollten, ihre parteipolitisch motivierten Kriminalisierungsversuche zu stoppen und stattdessen die Verantwortung der BayernLB zu klären, so sei es wohl klüger, die von Aufsichtsratspräsidenten Ditz geforderte Einstellung der CSI Hypo zu vollziehen. "Die Bank und der Steuerzahler können es sich nicht länger leisten, die Bocksprünge eines selbsternannten Sherlock Holmes zu finanzieren, der trotz völlig gegenteiliger Beweislast die Mörder ständig im eigenen Kärntner Hypo-Haus vermutet." Petzner an die Adresse von Peschorn: "Der Mörder ist eben nicht immer der Gärtner, sondern es sind wie im Fall der Hypo oft auch bayrische CSU-Banker."

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