• 22.12.2011, 08:54:08
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Vieles erreicht, noch viel zu tun: Streunerhilfe-Rückblick 2011

VIER PFOTEN-Team behandelt über 8.000 Tiere auf drei Kontinenten

Vieles erreicht, noch viel zu tun: Streunerhilfe-Rückblick 2011. VIER PFOTEN-Team behandelt über 8.000 Tiere auf drei Kontinenten

Wien (OTS) - 2011 arbeitete das VIER PFOTEN-Streunerhilfeteam in
sechs Ländern in Europa, Afrika und Asien und konnte dabei 8292 Hunde
und Katzen kastrieren sowie 346 Tiere medizinisch versorgen. Neben
den Schwerpunktländern Rumänien und Bulgarien ist auch Litauen, das
erst im April diesen Jahres erstmals besucht wurde, in den
Mittelpunkt der Arbeit gerückt: 1437 Tiere, vor allem Katzen, wurden
hier kastriert. 2012 ist der Fokus auf die Ukraine gerichtet, wo die
internationale Tierschutzorganisation eine Kooperation mit der
EM-Austragungsstadt Lemberg vereinbart hat und ähnliche Projekte
folgen sollen.

"Unsere Mitarbeiter im Streunerhilfe-Projekt haben langjährige
Erfahrung, sind aber immer noch so motiviert wie am ersten Tag",
freut sich Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. Das
ist aber auch notwendig, denn die Bedingungen, unter denen gearbeitet
werden muss, sind oft nicht die einfachsten. Wie zum Beispiel im
Sommer in der Nähe von Bratislava, als Einwohner glaubten, man wolle
"ihre" Hunde entführen und beinahe handgreiflich wurden. Es brauchte
große Überzeugungskraft, um sie von der Wichtigkeit der Aktion zu
überzeugen, dann waren sie aber sehr erfreut und halfen den
Tierärzten und Pflegern mit voller Hingabe.

Sehr positiv entwickelte sich die Zusammenarbeit mit Prinzessin
Alia von Jordanien, denn mit ihrer Unterstützung konnten Mitarbeiter
von VIER PFOTEN etliche Tierärzte der Hauptstadt Amman in den
neuesten Operationstechniken schulen. Ebenso wurde die Kooperation
mit der indischen Tierschutzorganisation BLUE CROSS OF INDIA weiter
fortgeführt durch das Training von Veterinären in der
5-Millionen-Metropole Chennai, ehemals Madras. Mit jeweils mehreren
hundert behandelten Tieren konnte das Streunerhilfeteam auch die
kritischsten Fachleute vor Ort von ihrer enormen Erfahrung
überzeugen.

Aber auch schwierige Zeiten durchlebte das Team 2011. So, als in
Rumänien nach monatelangem Hin und Her vor wenigen Wochen ein Gesetz
beschlossen wurde, das die Massentötung von Streunertieren wieder
erlaubte - eine völlig absurde Vorgehensweise des Parlaments, das
VIER PFOTEN umgehend mit europaweiten Protesten beantwortete. "Das
Dilemma der Streunerhunde in der Ukraine lösen wir aber in
kooperativer Weise," erklärt Stadler, "denn hier zeigen sich die
Behörden gesprächsbereit. Und uns geht es nicht darum zu
protestieren, wir wollen einzig und allein den Tieren helfen". Eines
ist auf jeden Fall sicher: den Tierschützern wird auch 2012 die
Arbeit nicht ausgehen.

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Richard Stern
Tel. 01-545 50 20 - 41
[email protected]

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