Papst: Idealismus der Jugend ist Hoffnung in aktueller Krise

Botschaft zum Weltfriedenstag 1. Jänner 2012 veröffentlicht

Vatikanstadt, 16.12.11 (KAP) Papst Benedikt XVI. setzt auf die junge Generation, wenn es darum geht, die jetzige weltweite Krise zu überwinden. Diese Krise, die "die Gesellschaft, die Arbeitswelt und die Wirtschaft bedrängt", hülle aktuell wie ein dichter Schleier diese Zeit in Dunkelheit, stellt der Papst in seiner am Freitag veröffentlichten Botschaft zum Weltfriedenstag 2012 fest. Die junge Generation "mit ihrer Begeisterung und ihrem idealistischen Ansporn" könne aber der Welt neue Hoffnung geben, so Benedikt XVI. Sie könne das "Gefühl der Frustration" zu überwinden, das sich aufgrund der Krise eingestellt hat.

Die katholische Kirche begeht den Weltfriedenstag jeweils am 1. Jänner. Die in sieben Sprachen - darunter Deutsch - verfasste Papstbotschaft zum Weltfriedenstag 2012 wurde bei einer Pressekonferenz im Vatikan vom Präsidenten des Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Kardinal Robert Sarah, vorgestellt. Die Botschaft für 2012 erinnert daran, dass es sich um den 45. Weltfriedenstag seit dessen Einführung durch Papst Paul VI. handelt.

Vor dem Hintergrund der Jugendmanifestationen in vielen Teilen der Welt, darunter Nordafrika, Amerika und Europa, für eine demokratischere und gerechtere Gesellschaft betonte der Papst die Veränderungskapazität eines solchen Einsatzes. Dies könne in der Politik, der Kultur, der Wirtschaft und der Gesellschaft Wirkungen zeigen, sodass "menschlichere und solidarischere" Verhältnisse entstünden. Dies müsse durch eine sorgfältige Erziehung zur Gerechtigkeit und zum Frieden gefördert werden.

Auch die Notwendigkeit einer Umverteilung der Güter und der Einführung von entsprechenden Finanzregulativen wird vor dem Hintergrund der globalen Finanzturbulenzen spricht der Papst an: "Um wirklich Friedensstifter zu sein, müssen wir uns zum Mitgefühl, zur Solidarität, zur Zusammenarbeit und zur Brüderlichkeit erziehen, in der Gemeinschaft aktiv sein und wachsam, die Gewissen aufzurütteln für die nationalen und internationalen Fragen und für die Wichtigkeit, geeignete Bestimmungen zur Umverteilung der Güter, zur Förderung des Wachstums, zur Zusammenarbeit an der Entwicklung und zur Lösung von Konflikten zu suchen."

Zugleich fordert Benedikt XVI. Eltern, Erzieher und Politiker auf, den Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Welt der Jugendlichen zu verstehen, sie anzuhören und zur Geltung zu bringen, müsse eine "Hauptaufgabe der ganzen Gesellschaft für den Aufbau einer Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden" sein. Es gehe darum, Jugendlichen die Wertschätzung für die "positive Bedeutung des Lebens" zu vermitteln und in ihnen den Wunsch für "den Dienst am Guten" zu wecken.

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