- 16.12.2011, 13:44:57
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Papst: Idealismus der Jugend ist Hoffnung in aktueller Krise
Botschaft zum Weltfriedenstag 1. Jänner 2012 veröffentlicht
Vatikanstadt, 16.12.11 (KAP) Papst Benedikt XVI. setzt auf die junge
Generation, wenn es darum geht, die jetzige weltweite Krise zu
überwinden. Diese Krise, die "die Gesellschaft, die Arbeitswelt und
die Wirtschaft bedrängt", hülle aktuell wie ein dichter Schleier
diese Zeit in Dunkelheit, stellt der Papst in seiner am Freitag
veröffentlichten Botschaft zum Weltfriedenstag 2012 fest. Die junge
Generation "mit ihrer Begeisterung und ihrem idealistischen Ansporn"
könne aber der Welt neue Hoffnung geben, so Benedikt XVI. Sie könne
das "Gefühl der Frustration" zu überwinden, das sich aufgrund der
Krise eingestellt hat.
Die katholische Kirche begeht den Weltfriedenstag jeweils am 1.
Jänner. Die in sieben Sprachen - darunter Deutsch - verfasste
Papstbotschaft zum Weltfriedenstag 2012 wurde bei einer
Pressekonferenz im Vatikan vom Präsidenten des Rates für
Gerechtigkeit und Frieden, Kardinal Robert Sarah, vorgestellt. Die
Botschaft für 2012 erinnert daran, dass es sich um den 45.
Weltfriedenstag seit dessen Einführung durch Papst Paul VI. handelt.
Vor dem Hintergrund der Jugendmanifestationen in vielen Teilen der
Welt, darunter Nordafrika, Amerika und Europa, für eine
demokratischere und gerechtere Gesellschaft betonte der Papst die
Veränderungskapazität eines solchen Einsatzes. Dies könne in der
Politik, der Kultur, der Wirtschaft und der Gesellschaft Wirkungen
zeigen, sodass "menschlichere und solidarischere" Verhältnisse
entstünden. Dies müsse durch eine sorgfältige Erziehung zur
Gerechtigkeit und zum Frieden gefördert werden.
Auch die Notwendigkeit einer Umverteilung der Güter und der
Einführung von entsprechenden Finanzregulativen wird vor dem
Hintergrund der globalen Finanzturbulenzen spricht der Papst an: "Um
wirklich Friedensstifter zu sein, müssen wir uns zum Mitgefühl, zur
Solidarität, zur Zusammenarbeit und zur Brüderlichkeit erziehen, in
der Gemeinschaft aktiv sein und wachsam, die Gewissen aufzurütteln
für die nationalen und internationalen Fragen und für die
Wichtigkeit, geeignete Bestimmungen zur Umverteilung der Güter, zur
Förderung des Wachstums, zur Zusammenarbeit an der Entwicklung und
zur Lösung von Konflikten zu suchen."
Zugleich fordert Benedikt XVI. Eltern, Erzieher und Politiker auf,
den Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Welt der
Jugendlichen zu verstehen, sie anzuhören und zur Geltung zu bringen,
müsse eine "Hauptaufgabe der ganzen Gesellschaft für den Aufbau
einer Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden" sein. Es gehe darum,
Jugendlichen die Wertschätzung für die "positive Bedeutung des
Lebens" zu vermitteln und in ihnen den Wunsch für "den Dienst am
Guten" zu wecken.
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