Die 17. Gute Zeitung - "Ein ganzes Haus hängt an 1,5 Mio. Haustüren!"

Wien (OTS) - Die Weihnachtskampagne des Integrationshauses: Das Boulevardblatt für den Guten Zweck sowie Inserate in Printmedien und wieder verwendbare Weihnachtssackerln sollen Flüchtlingen helfen.

Die Gute Zeitung bittet ab Montag, 19. Dezember, wieder um Hilfe für die Flüchtlinge im Integrationshaus. Dieses Haus in der Wiener Leopoldstadt bietet Flüchtlingen weit mehr als ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit: Mehrsprachige und professionelle Intensivbetreuung für Traumatisierte, AlleinerzieherInnen, chronisch Kranke und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Hilfe beim Spracherwerb, bei der Ausbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt sind nur einige von zahlreichen Maßnahmen, die den Menschen, die in ihrer Heimat alles verloren haben, vor allem eines geben sollen: Hoffnung auf ein neues, besseres Leben.
Mittlerweile hängt schon die 17. Ausgabe des Boulevardblattes für den guten Zweck an 1,5 Millionen Haustüren in halb Österreich. Menschen in Wien, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und in der Steiermark lesen ein Blatt, das Menschen, die unverschuldet auf die schattige Seite des Lebens gefallen sind, Hilfe und Hoffnung geben soll. Ein wichtiges Ziel ist auch, eine Verbesserung der rechtlichen und sozialen Lage von Asylsuchenden als auch der in diesem Jahr wieder sehr angespannten finanziellen Situation des Integrationshauses zu erreichen.

Themenschwerpunkt dieser Ausgabe sind wieder Geschichten aus dem Alltag im Integrationshaus. Diese Beiträge stammen von Sibylle Hamann, Edith Meinhart, Bernhard Odehnal und Willi Resetarits. Daniel Glattauer schenkte dem Blatt eine Weihnachtsgeschichte. Testimonials von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Volksanwältin Terezija Stoisits, WKO-Präsident Christoph Leitl, Conchita Wurst und Robert Kratky bitten um Unterstützung des Integrationshauses und appellieren für mehr Menschlichkeit und Respekt. Die Art Direktion teilten sich Rainer Dempf und Gottfried Moritz. Ermöglicht wurde das Erscheinen der Zeitung wieder durch die kostenlose Verteilung durch Feibra. Heimlicher "Hauptdarsteller" der Guten Zeitung ist wie jedes Jahr ein Erlagschein, der Spenden zugunsten des Integrationshauses sammeln soll. Nicht zuletzt lädt das Blatt auch zum 18. Wiener Flüchtlingsball am 17. Februar 2012 im Wiener Rathaus ein.

Die politische Botschaft der Guten Zeitung ist, dass Österreich Asylsuchende vor Krieg, Terror und Gewalt in Schutz nimmt, anstatt sie - wie es immer öfter, immer schneller passiert - in Schubhaft zu stecken und abzuschieben. "Asylrecht muss wieder Schutz bedeuten! Dazu muss das menschenverachtende Asyl- und Fremdenrecht geändert, die Schubhaft für Asylsuchende abgeschafft und ein Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Und heiße 10,08 Euro pro Tag Grundversorgung für eine alleinstehende Person inklusive Miete sind einfach zuwenig!", fordert Andrea Eraslan-Weninger, die Geschäftsführerin des Integrationshauses.

Gleichzeitig mit der Verteilung der Guten Zeitung werden in profil, Der Standard und FALTER Inserate geschaltet (mit einer sehr stimmigen Zeichnung von Gerhard Haderer), die um Spenden für die Flüchtlingsbetreuung im Integrationshaus bitten und eine andere Asyl-und Fremdenpolitik fordern.

Und nicht zuletzt beteiligen sich wieder die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima und BILLA mit der Aktion "Nimm ein Sackerl für Dein Packerl" an der Weihnachtskampagne des Integrationshauses. In ausgesuchten BILLA-Filialen in Wien und bei den Mistplätzen der Stadt Wien werden wieder verwendbare Weihnachtssackerln verkauft, deren Erlös dem Integrationshaus zugute kommt.

Mit all diesen Aktionen soll die professionelle Arbeit des Integrationshauses im nächsten Jahr gesichert werden. "Etwa 20 % des Gesamtbudgets müssen mit Hilfe von privaten SpenderInnen, Unternehmenskooperationen und Veranstaltungserlösen aufgebracht werden. Für die intensive Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, AlleinerzieherInnen und traumatisierten Flüchtlingen als auch für die wichtige unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende braucht das Integrationshaus dringend Geld! Die Kostensätze sind seit Jahren eingefroren und bei weitem nicht kostendeckend" betont Stranig. "Es ist so wichtig, dass den Menschen unser Aufruf ans Herz geht und dass durch viele einbezahlte Erlagscheine ein wirksamer Rettungsschirm gegen Hartherzigkeit und Unmenschlichkeit gebildet wird. Jeder Euro hilft. Jeder Euro ist ein Signal für einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik, da ist es schon fünf nach zwölf!" wünscht sich Stranig abschließend.

www.integrationshaus.at

P.S.: Das Cover der GZ 17 sowie der Haderer-Weihnachtscartoon sind als druckfähige pdfs erhältlich - bitte um RR oder SMS!

Rückfragen & Kontakt:

Sepp Stranig Tel.: 0699/1369 6363

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