• 16.12.2011, 10:52:45
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Ärzteschaft braucht würdige Vertreter und keine Handlanger der Politik

Misstrauensantrag gegen Österreichischen Ärztekammerchef im Rahmen der Vollversammlung durch NÖ Ärztekammerpräsident Dr. Christoph Reisner

Wien (OTS) - "Die Niederösterreichische Ärzteschaft ist über die
Haltung des ÖÄK-Präsidenten Dr. Walter Dorner in Sachen ELGA sehr
enttäuscht", so Dr. Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer.
"Daher habe ich heute als Niederösterreichs Repräsentant in der
Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer einen
Misstrauensantrag gegen ihn eingebracht." Vorausgegangen war eine
Diskussion über den Zick-Zack-Kurs des Österreichischen Ärztechefs,
der sich in den vergangenen Wochen mehrfach widersprüchlich zum Thema
ELGA geäußert hatte.
"Der gesamten österreichischen Ärzteschaft wurde mit dieser
Haltung ein nicht wieder gut zu machender Schaden zugefügt", so
Präsident Dr. Reisner weiter. Wenn einerseits in manchen Gremien ELGA
zugestimmt wird, in manchen Gremien ELGA abgelehnt wird und
andererseits sehr deutliche Inserate gegen ELGA um sechsstellige
Eurobeträge geschaltet werden, ist das eine Verhöhnung unserer
Mitglieder, mit deren Kammerumlagen so eine Groteske finanziert
wird."

Beschlüsse der Gremien wurden ignoriert

Aus diesem Grund hatte die Vollversammlung der NÖ Ärztekammer
bereits Ende November mit großer Mehrheit beschlossen, Dr. Dorner zum
sofortigen Rücktritt aufzufordern. "Uns ging es bei diesem
Misstrauensantrag weniger um das Thema ELGA an sich, sondern vor
allem um die Tatsache, dass keine einheitliche Meinung vertreten und
auch die Beschlüsse der zuständigen Gremien ignoriert wurden. Ich
habe mit dem Misstrauensantrag den Beschluss unserer Vollversammlung
bekräftigt", so Präsident Dr. Reisner weiter.
Wenig überraschend wurde dieser Antrag abgelehnt, wobei das
Stimmverhalten der anderen Mandatare aus Niederösterreich
bemerkenswert war: Dr. Ronald Gallob, Kurienobmann der Angestellten,
hat den Antrag von Präsident Dr. Reisner unterstützt, aber Dr. Johann
Jäger, Kurienobmann der Niedergelassenen hat gegen den
Misstrauensantrag gestimmt und damit den Beschluss der
Niederösterreichischen Vollversammlung missachtet.

Manche Kämmerer haben den Bezug zur Basis verloren

"Für mich sind das alles eindeutige Zeichen, wie das Mandat
unserer Wählerinnen und Wähler mit Füßen getreten wird. Ich frage
mich wirklich, wer von den Ärztekammerfunktionären wirklich noch
Ärzteinteressen vertritt und wer sich nur noch als bequemer
Handlanger für die Politik missbrauchen lässt", so Präsident Dr.
Reisner. "Manche Kämmerer haben offenbar den Bezug zur Realität und
vor allem zur Basis verloren und sind sich der Tatsache nicht mehr
bewusst, von wem und wofür sie gewählt wurden."

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Ärztekammer für Niederösterreich
Michael Dihlmann
Tel.: 0664/144 98 94
mailto:[email protected]
www.arztnoe.at

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