Volkshilfe zum Internationalen Tag der MigrantInnen

Weidenholzer: "Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ist Grundvoraussetzung für Integration"

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages der MigrantInnen fordert Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer umfassende Maßnahmen gegen Diskriminierung von MigrantInnen am Arbeitsmarkt. Mit 17% ist der Anteil von MigrantInnen an der Gesamtbevölkerung in Österreich größer als in den meisten anderen Ländern der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Ein aktueller OECD-Bericht zeigt, dass Zuwanderer oftmals unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten und häufiger arbeitslos sind. "Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ist aber ein Maß sozialer Gerechtigkeit und eine Grundvoraussetzung, damit Integration gelingen kann", betont Präsident Weidenholzer.

OECD: Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern fehlen

Ein im November dieses Jahres präsentierter Bericht der OECD zur Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern und deren Kindern in Österreich zeigt auf, dass fast ein Drittel der Zugewanderten keinen Job findet, der ihrem Ausbildungsniveau entspricht. Besonders benachteiligt sind Frauen aus einkommensschwachen Ländern. Aber auch mit einem höheren österreichischen Bildungsabschluss haben Kinder von Zugewanderten nicht die gleichen Arbeitsmarktchancen wie Gleichaltrige, deren Eltern in Österreich geboren wurden. Die OECD kritisiert vor allem, dass umfassende Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration auf Bundesebene fehlen und Diskriminierung von MigrantInnen zu wenig thematisiert werde.

Volkshilfe fordert Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

Volkshilfe Präsident Weidenholzer fordert einen Abbau von Hürden beim Arbeitsmarktzugang, eine unkomplizierte Anerkennung von nicht in Österreich erworbenen Bildungsabschlüssen und spezifische Beratungs-und Weiterbildungsangebote. "Wenn wir die Potentiale von MigrantInnen nicht in vollem Ausmaß nutzen, ist das auch ein Verlust für die Gesellschaft." Ausdrücklich begrüßt er die Initiative von Sozialministers Rudolf Hundstorfer, wonach MigrantInnen im Arbeitsmarktservice als speziell förderwürdige Gruppe definiert wurden.

"Wir müssen aber auch den Blick auf strukturelle Diskriminierung schärfen und gezielte Maßnahmen setzen. MigrantInnen müssen über ihre Rechte im Kampf gegen Diskriminierung informiert und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden", so Weidenholzer abschließend.

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