• 13.12.2011, 12:01:23
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Berlakovich zieht erfolgreiche Bilanz des "Jahres des Waldes"

Bewusstsein für Wald gesteigert, Inhaltliches weiterentwickelt

Wien (OTS) - Mit dem gestern abgehaltenen Runden Tisch des
Österreichischen Walddialogs - unter Vorsitz von Landwirtschafts- und
Umweltminister Nikolaus Berlakovich - ging das Internationale Jahr
des Waldes in Österreich in die Zielgerade. "Ein Jahr lang stand der
Wald mehr im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit. Viele erfolgreiche
Aktionen und Veranstaltungen haben heuer stattgefunden. Rückblickend
lässt sich sagen, dass die ganze Forst- und Holzbranche dadurch enger
zusammengerückt ist und dass der Wald noch nie so präsent in der
Öffentlichkeit war. Gleichzeitig haben wir auch gesehen, wo es noch
etwas zu tun gibt und genau darauf wollen wir zukünftig - etwa im
Walddialog - das Augenmerk legen", so Berlakovich gestern anlässlich
des Runden Tisches im Schloss Esterhazy in Eisenstadt.

"Wir stehen vor neuen Herausforderungen. Ab 2014 gibt es ein neues
Programm für die Ländliche Entwicklung. Klar ist, dass wir Bewährtes
wie zum Beispiel die Maßnahmen für die Holzmobilisierung unbedingt
fortsetzen wollen", so der Minister weiter. Die Holzmobilisierung ist
nämlich auch in Hinblick auf einen vermehrten Einsatz von Biomasse
für die Energiegewinnung ein wichtiges Thema. "Der nachhaltig
produzierte Rohstoff Holz ist die Basis für einen unverzichtbaren
Beitrag zur Lösung der kommenden Herausforderungen. Die kaskadischen
Nutzungspfade der Wertschöpfungskette Holz nehmen dabei unter anderem
durch die CO2-Speicherung in den Holzprodukten eine Schlüsselposition
zur Entwicklung einer CO2-sparsamen Wirtschaft ein. Holz hat mehr
Wert und ist optimal zu nutzen", so der Vorsitzende der Plattform
Forst Holz Papier Georg Adam Starhemberg.

2012 ist das Jahr der erneuerbaren Energie für alle

2012 - im von der UN ausgerufenen Jahr der erneuerbaren Energie
für alle - setzt ge-nau hier an.

Der Energiehunger sowie die Energiepreise steigen an. Weltweit
sind neue Energieformen und Alternativen zu fossilen Quellen gefragt,
damit die Weltbevölkerung mit ausreichend Energie versorgt werden
kann. Österreich hat hier seinen Weg klar aufgezeigt: Bis 2050 soll
per saldo im Inland genau so viel Energie erzeugt wie verbraucht
werden. Auch der Wald wird dabei eine große Rolle spielen.
"Eine der größten Herausforderungen für unsere Kulturlandschaft
stellt der steigende Energie- und Rohstoffbedarf dar. Vor allem unser
Wald wird aufgrund des zunehmenden Biomassebedarfs stärker unter
Druck geraten - mit den damit zusammenhängenden Belastungen für die
Natur. Aus Sicht des Naturschutzbundes darf aber die Ver-wendung
erneuerbarer Energie - egal ob mit Windkraft, Wasserkraft oder
Biomasse erzeugt, nicht auf Kosten der Natur, der Biodiversität
gehen. Eine Lösung der Energiefrage, bei der die Natur nicht auf der
Strecke bleibt, ist daher auch für Österreich eine Herausforderung,
die es zu bewältigen gilt", so die Geschäftsführerin des
Natur-schutzbundes Österreich Birgit Mair-Markart. Berlakovich dazu:
"Die Nutzung des Waldes unter Wahrung seiner Bedürfnisse ist uns
wichtig - genau wie bei der Wasserkraft. Es gilt: Nicht gegen die
Natur sondern mit ihr wirtschaften."

100.000 ha neuer Schutzwald bis 2020

Der dritte Schwerpunkt in den nächsten Jahren wird das Thema
Schutz vor Naturgefahren sein. Einige Teile des Schutzwaldes in
Österreich sind veraltet und dadurch nehmen die Lücken zu. Schon im
nächsten Jahr startet die Aktion "Wälder schützen Menschen", bei der
bis 2020 100.000 ha Schutzwald wiederhergestellt bzw. saniert werden.
"Wir machen Österreich Schritt für Schritt sicherer und mit dieser
Aktion sind wir auch beim Schutzwald weiterhin gut unterwegs", so der
Umweltminister.

Vor allem für Gemeinden ist dieser Aspekt von besonderer Bedeutung.
"Der Wald hat für Gemeinden viele wichtige Funktionen: Manchen bietet
er Schutz vor Naturgefahren, für manche ist er die "grüne Lunge", in
manchen ist er ein wichtiger Wirtschafts-faktor, vielen Bürgern dient
er in ausgedehnten Spaziergängen der Erholung - er ist aber für jede
Gemeinde ein wichtiger Faktor beim Klimaschutz", so der
Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes Walter Leiss.

28 neue WaldbotschafterInnen für Österreich

Im Anschluss an den Runden Tisch fand ein großes Fest des Waldes
statt, wo die vielen Aktionen und Aktivitäten des heurigen Jahres
präsentiert wurden und den ganzen Partnern für ihre Unterstützung und
die gute Zusammenarbeit gedankt wurde. Im Rahmen des Festes wurden
auch 28 neue WaldbotschafterInnen für ihr vielfältiges Engagement im
Sinne des heimischen Waldes von Berlakovich ausgezeichnet - darunter
der Chefredakteur der ORF-Jahreszeit-Redaktion Christian Hillinger,
der Umweltre-dakteur der Kronen-Zeitung, Mark Perry, der
Exskirennläufer und Waldbesitzer, Hannes Trinkl, der Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, sowie wichtige
Vertreter der Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963

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