• 09.12.2011, 08:54:55
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Ukrainische Streunerhunde: Appell an die Bundesregierung ist nicht genug

VIER PFOTEN in Verhandlungen für konkrete Projekte vor Ort

Wien (OTS) - Seit Wochen gibt es schockierende Berichte über die
massenhafte Tötung von Streunerhunden in der Ukraine. Als
Vorbereitung für die Fußball-EM 2012 sollen sich die Austragungsorte
der Spiele hundefrei zeigen. Dass zu diesem Zweck tausende Hunde auf
grausamste Weise umgebracht wurden, führte zu weltweiten Protesten
und dem offiziellen Stopp der Tötungen. Dass nun auch das
österreichische Parlament eine Erklärung zu diesem Sachverhalt von
Seiten der Bundesregierung verlangt, wird von der internationalen
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN zwar begrüßt. Aber ein Protest
allein sei zu wenig, es müssten auch konkrete Schritte zum Schutz der
Streuner folgen.

"Wir sind schon seit Monaten in Kontakt mit lokalen
Tierschutzorganisationen und Politikern", so Geschäftsführerin
Johanna Stadler. "Auch wenn es ein langer Weg war, den niemand
beachtet hat, stehen wir nun kurz vor der Vertragsunterzeichnung."
VIER PFOTEN hat nur auf Grund des diplomatischen Vorgehens so weit
kommen können, dass schon in den nächsten Tagen eine Vereinbarung für
ein Sterilisationsprojekt in Lemberg ansteht. Lemberg ist eine der
Austragungsstätten der Fußball-EM und Gastgeber der
Nationalmannschaften von Deutschland, Portugal und Dänemark.

Nach Untersuchungen vor zwei Wochen kommt in den nächsten Tagen
wieder ein Expertenteam in die westukrainische Stadt, um die
logistischen Voraussetzungen für das Projekt zu schaffen. An Stelle
der Lieferung von Hundefutter und ähnlichem über lange Distanzen will
man möglichst alles vor Ort beschaffen, das fördert einerseits die
ukrainische Wirtschaft und nützt indirekt auch den Tieren - diese
werden dadurch eher als positiver Wirtschaftsfaktor denn als
Störenfriede wahrgenommen.

"Wenn alles glatt läuft, können wir schon in wenigen Wochen unsere
Arbeit dort aufnehmen", so Geschäftsführerin Stadler. Die Arbeit in
der 700.000-Einwohner-Stadt soll als Pilotprojekt auch andere Städte
dazu motivieren, eine tierfreundliche und nachhaltige Lösung
anzustreben - auch nach dem Ende der EM.

Rückfragehinweis:
Richard Stern
Tel. 0699 18724646

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