- 08.12.2011, 10:20:16
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Berlakovich: Beim Klimaschutz globaler Kraftakt notwendig
Eindringliche Aufforderung bei der 17. UN-Klimaschutzkonferenz in Durban
Durban (OTS) - "Es ist klar, dass wir handeln müssen, und wir
müssen jetzt handeln. Jedes einzelne Land muss beim Klimaschutz mit
an Bord sein - und wenn nicht, dann hat es das vor seinen Bürgerinnen
und Bürgern daheim und vor der gesamten Welt zu verantworten",
betonte Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich gestern Abend
bei seiner Rede vor dem Plenum der 17. UN-Klimaschutz-Konferenz in
Durban, Südafrika.***
Bekanntermaßen hat sich die EU gemeinsam mit einigen anderen
Staaten im Rahmen des so genannten Kyoto-Protokolls verpflichtet,
ihren Treibhausgasausstoß deutlich zu verringern. Ende 2012 laufen
diese Verpflichtungen aus, die die derzeitigen
Haupt-Treibhausgasverursacher China (21% der weltweiten Emissionen)
und USA (14%) noch nicht einbeziehen. Ein neues, auch diese Staaten
umfassendes, weltweites Abkommen wird zwar angestrebt, ist aber noch
nicht in Reichweite.
Fahrplan für verbindliches globales Abkommen angestrebt
"Die EU ist offen für eine zweite Verpflichtungsperiode unter
Kyoto, um die Zeit bis zu einem globalen, verbindlichen Abkommen zu
überbrücken. Das ist ein faires Angebot, aber die Bedingung ist ein
umfassender Fahrplan für ein rechtlich verbindliches globales
Instrument im Rahmen der Klimarahmen-Konvention", betonte
Berlakovich. Die EU selbst stehe aktuell für rund 11% der globalen
Treibhausgas-Emissionen. Um vorwärts zu kommen, sei es zu wenig, wenn
die Europäische Union alleine rudere.
Green jobs und Grünes Wachstum als Chance
Klimaschutz sei außerdem nicht nur eine Herausforderung und
Pflicht, sondern auch eine Chance. "Green jobs und Grünes Wachstum
sind zwei bedeutende Möglichkeiten, die wir nützen sollten, wenn wir
uns dem Kampf gegen den Klimawandel stellen", unterstrich der
Umweltminister, der außerdem den kürzlich veröffentlichten
Spezialbericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)
über Wetterextremereignisse in Erinnerung rief. "Dieser Bericht
zeichnet ein Bild des Leides und der Schäden, die in Zukunft zu
erwarten sind, wenn nicht entsprechende Gegenmaßnahmen zum
Klimawandel ergriffen werden", so Berlakovich.
Österreich und Großbritannien mit Klimaschutzgesetz Vorreiter
In diesem Zusammenhang hob der Umweltminister das verpflichtende,
20%ige EU-Treibhausgas-Reduktionsziel bis zum Jahr 2020 hervor. Auf
österreichischer Ebene habe das Parlament vor wenigen Wochen das
Klimaschutzgesetz beschlossen. "Österreich und Großbritannien sind
die einzigen zwei Mitgliedstaaten der EU, die ein solches Gesetz
haben und somit als Vorreiter fungieren. Damit können die einzelnen
Sektoren in die Pflicht gerufen werden, ihren Treibhausgas-Ausstoß um
ein bestimmtes Maß zu senken", so Berlakovich. Für 2012 sind
Reduktionsauflagen für die einzelnen Branchen bereits im Gesetz
verankert, für 2013 bis 2020 werden sie derzeit im Rahmen des
Klimaschutzkomitees ausgearbeitet. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Mag. Claudia Jung-Leithner
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, 6963
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