- 06.12.2011, 16:31:18
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Internationale Normung als Wirtschaftsstrategie
so lautete das Motto des diesjährigen OVE-Normentags, der Ende November im neu renovierten Festsaal des Ingenieurhauses in der Eschenbachgasse 9 im 1. Wiener Bezirk stattfand.

Wien (OTS) - Zahlreiche Expertinnen und Experten - so die formale
Bezeichnung für in der Normung mitarbeitende Fachleute - informierten
sich über die neuesten Entwicklungen in der elektrotechnischen
Normung und diskutierten mit hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft,
Akademia und der Behörde. Als Vortragende konnten IEC-Präsident Prof.
Dr. Dr. e.h. Klaus Wucherer sowie Min.-Rat Dipl.-Ing. Mag. Reinhard
Dittler, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend,
Sektion I/14 Elektrotechnik, gewonnen werden.
Wirtschaftspolitischer Einfluss der Normung
Ministerialrat Dittler wies in seiner Rede vor allem auf den
wirtschaftspolitischen Einfluss der elektrotechnischen Normung und
ihren Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Österreich hin.
Die internationale Beachtung dieses Wirtschaftsstandorts
thematisierte auch IEC-Präsident Professor Wucherer, wobei er die -
gemessen an der Größe des Landes - überproportionale Bedeutung der
österreichischen Normungsaktivitäten hervorhob.
Eine zentrale Rolle im internationalen Wirtschaftsgeschehen
Europas spielen für Wucherer Klein- und Mittelbetriebe, zu denen
immerhin 95 % aller internationalen Firmen im produzierenden Gewerbe
zählen. Sie sollten daher noch stärker in den Fokus der
Normungsinstitutionen rücken, so der IEC-Präsident. Ein Überblick
über aktuelle Technologien wie E-Mobility oder Smart Grids, bei deren
Realisierung elektrotechnische Normung einen entscheidenden Beitrag
leisten wird, rundete den höchst informativen und unterhaltsamen
Vortrag ab.
Ing. Werner Fischer, Präsident des österreichischen
Nationalkomitees von CENELEC und IEC, gab in seinem Vortrag einen
umfassenden Überblick über die Geschichte des elektrotechnischen
Normenwesens. Er spannte den Bogen von der Entstehung erster
nationaler und internationaler Normen vor mehr als hundert Jahren bis
hin zu den "Europa 2020"-Zielen der Europäischen Kommission, die
nicht zuletzt mithilfe der europäischen Normung erreicht werden
sollen. Besonderes Augenmerk legte Fischer auf die Entwicklung des
österreichischen Nationalkomitees, das in den vergangenen Jahren in
Europa und international an Einfluss gewinnen konnte und somit
wesentlich zur Sichtbarmachung Österreichs in der internationalen
Normung beiträgt.
Abgeschlossen wurde der Vortragsreigen von Dipl.-Ing. Christian
Gabriel, Leiter Normung und Standardisierung im OVE, der in seinem
Jahresbericht die zahlreichen Aktivitäten des Österreichischen
Elektrotechnischen Komitees (OEK) im OVE Revue passieren ließ.
Gemeinsame technische und strategische Ausrichtung gefragt
Die Botschaft des OVE-Normentages war klar: Hochaktuelle Themen wie
Smart Grid, E-Mobility und Energieeffizienz verlangen nach
gemeinsamen technischen und strategischen Ausrichtungen, für die die
globale elektrotechnische Normung eine wesentliche Grundlage bildet.
Die jüngsten Normungsaktivitäten von China und Brasilien lassen
erkennen, dass sich neue Wirtschaftsregionen stark in der Normung
engagieren und sich das normungspolitische Gewicht zunehmend von
Europa weg verlagert. Mehr denn je ist also die aktive Teilnahme am
internationalen Normungsprozess ein Gebot der Stunde, um die
Interessen der heimischen Wirtschaft - unter besonderer
Berücksichtigung der kleineren und mittleren Unternehmen -
strategisch am globalen Markt zu positionieren.
Auszeichnung verdienter Normungsexperten
Im Zuge der Veranstaltung wurden auch verdiente Experten geehrt:
Ing. Andreas Helfensdörfer und Dipl.-Ing. Franz Poukar wurden für
ihre langjährige und erfolgreiche Mitarbeit in der elektrotechnischen
Normung mit der OVE-Ehrennadel ausgezeichnet. Für ihr Engagement in
der internationalen Normung wurde Ing. Walter Gebhardt, Ing. Ulrich
Mathis, Dipl.-Ing. Hermann Paller sowie Dipl.-Ing. Josef
Preishuber-Pflügl der IEC 1906 Award überreicht.
Über den OVE
Der Österreichische Verband für Elektrotechnik (OVE) repräsentiert
alle Bereiche der Elektrotechnik und Informationstechnik und vertritt
die Interessen seiner Mitglieder sowie der gesamten Branche auf
nationaler und internationaler Ebene. Seine Kerngebiete sind die
elektrotechnische Normung, die Zertifizierung, die Blitzortung und
Blitzforschung sowie die fachliche Aus- und Weiterbildung. Der OVE
ist der offizielle österreichische Vertreter bei IEC und CENELEC, den
internationalen und europäischen Normungsorganisationen für die
Elektrotechnik. Der OVE steht für die Förderung der Wissenschaft, die
Vertretung des Berufsstandes des Elektrotechnikers und für die
Sicherheit von elektrotechnischen Anwendungen. Die Aktivitäten seiner
Fachgesellschaften dienen dem Erfahrungsaustausch, dem Aufbau von
Expertennetzwerken und der Imagebildung.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Österreichischer Verband für Elektrotechnik Pressestelle Mag. Jutta Ritsch Eschenbachgasse 9, 1010 Wien Tel.: +43 316 873-7919 Fax: +43 316 873-7917 E-Mail: [email protected]
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