• 06.12.2011, 13:42:38
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Grüne Wien/Pilz: Verunsicherung der PatientInnen durch Ärztefunktionäre im AKH verantwortungslos

Wien (OTS) - "Die ÄrztInnenfunktionäre des Wiener AKH verbreiten
Angst und Verunsicherung unter den PatientInnen", warnt die
Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, anlässlich der
heutigen Pressekonferenz. "Die in diesem Zusammenhang geäußerte
Drohung, dass Menschen zu Schaden kommen könnten oder gar um ihr
Leben fürchten müssen, ist verantwortungslos", so Pilz. Im
internationalen Vergleich ist das Wiener AKH nämlich sehr gut
personell ausgestattet. Auch hat sich in den letzten Jahren keine
Ausweitung der erbrachten Leistungen feststellen lassen. Die Probleme
sind vielmehr in unzulänglichen Strukturen und Abläufen begründet.

"Insbesondere ÄrztInnen in Ausbildung und JungmedizinerInnen müssen
die Hauptlast der Routinetätigkeiten tragen, während es
Führungskräften möglich ist, mehreren lukriativen
Nebenbeschäftigungen, wie etwa einer Privat-Ordination oder
Behandlungen in Beleg-Spitälern, nachzugehen", so Pilz. Rektor Schütz
ist dringend aufgefordert, die Diensteinteilungen so vorzunehmen,
dass einerseits die Krankenversorgung und andererseits eine gerechte
Verteilung der Arbeitsleistung unter den ÄrztInnen gewährleistet ist.
"Es ist nicht einzusehen, dass komplizierte beziehungsweise
chronische Erkrankungen vorwiegend zu finanziellen Lasten der
Allgemeinheit behandelt werden, während lukrative Eingriffe
privatisiert werden", so Pilz.

Darüber hinaus sei es grotesk und absurd, dass Rektor Schütz
Informationen über die Einteilung der ärztlichen Dienstpläne
gegenüber dem ärztlichen Direktor des AKH, Dr. Krepler, vorenthält.
Die Begründung lässt tief blicken: Schütz schiebt
datenschutzrechtliche Gründe vor. "Es ist aber unerlässlich, dass
der ärztliche Direktor, der für die gesamte medizinische Versorgung
der PatientInnen verantwortlich ist, eine umfassende Kenntnis über
die Gestaltung der Dienstpläne hat", so Pilz. Abschließend appelliert
Pilz an die ÄrztInnenfunktionäre, die bevorstehende Kammerwahl nicht
dazu zu benützen, Probleme zu eskalieren und PatientInnen zu
verängstigen.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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