- 06.12.2011, 12:10:44
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Klimaschutzindex 2011: Kein einziges Land am Stockerl
Österreich auf Platz 34 - Klimapolitik weiterhin katastrophal
Wien (OTS) - Heute wurde der Cimate Change Performance Index von
der deutschen NGO Germanwatch in Durban präsentiert. Dieser
Klimaschutzindex bewertet 58 Länder in Sachen Klimapolitik,
Emissionstrends und Energieverbrauch. Bezeichnend ist: Es gibt weder
einen ersten, noch einen zweiten oder dritten Platz in der Reihung -
Kein einziges Land betreibt ausreichend Klimaschutz.
Dahinter liegen die Länder Schweden, Großbritannien und Deutschland
in den Top-Platzierungen. Schweden betreibt seit Jahren anhaltend
gute Klimapolitik, sowohl national als auch international. Kurz
dahinter wird Großbritannien gereiht, das besonders starke politische
Ambitionen zeigt und sich vor allem auf internationaler Ebene gut
einbringt. Der Grund für die gute Platzierung Deutschlands sind die
kontinuierlich sinkenden Emissionen.
Johannes Wahlmüller von GLOBAL 2000 erklärt: "Österreich befindet
sich auf Rang 34. Das ist alles andere als eine Top-Platzierung, aber
wir konnten uns im Vergleich zum letzten Ranking verbessern. Damals
waren wir auf Platz 40 von 58 - ein katastrophales Ergebnis." Grund
für den verbesserten Rang Österreichs könnte jedoch die
Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 sein - damals
verbesserten sich die Emissionsdaten leicht. "In Sachen Klimapolitik
bekommen wir jedoch ein saftiges Zeugnis ausgestellt: Platz 48 - hier
sind wir weiterhin unter den schlechtesten zehn Ländern weltweit",
betont Wahlmüller.
"Österreich muss endlich eine koordinierte Klimapolitik haben - nur
so werden wir auch einmal zu den Top-Performern zählen", erklärt
Wahlmüller.
Konkret fordert GLOBAL 2000:
* Ein Vorantreiben von Investitionen in Thermische Sanierungen:
"Der Sanierungsscheck muss auf 300 Millionen Euro aufgestockt werden,
um die Sanierungsrate auf mindestens drei Prozent zu heben. Hier zu
sparen, wäre auch in sozialpolitischer Hinsicht kritisch", sagt
Wahlmüller.
* Eine ökologische Steuerreform: "Steuern müssen von Arbeit auf
CO2-Emissionen umgeschichtet werden - so kann man auch in Sparzeiten
starke Akzente auch fuer den Arbeitsmarkt setzen", so Wahlmüller, der
sich gerade bei der UN-Klimakonferenz in Durban befindet.
* Einen Abbau umweltschädlicher Subventionen wie etwa die
Steuerbegünstigungen für Dienstautos. Derzeit werden Dienstautos in
Österreich - die in mehr als der Hälfte der Fälle Oberklassewägen
sind - laut einer Studie von Copenhagen Economics mit bis zu 30
Prozent durch Steuerbegünstigungen subventioniert.
Abschließend betont Johannes Wahlmüller: "Österreich muss endlich auf
internationaler Ebene eine stärkere Rolle spielen - gefordert ist ein
höherer Einsatz für den Klimaschutz. Ziel von Umweltminister
Berlakovich muss es sein, auf europäischer Ebene eine Zielerhöhung
auf 30 Prozent zu erreichen. Berlakovich muss in Durban dringend
handeln - denn ein Klimaschutz-Vorzeigeland, wie er so gern betont,
sind wir noch lange nicht."
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Nunu Kaller
Tel.: +43 699 1 42000 20
mailto:[email protected]
www.global2000.at
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