• 05.12.2011, 10:59:25
  • /
  • OTS0081 OTW0081

AK räumt mit Mythen zur I-Pension auf

Linz (OTS) - Betriebe klagen oft darüber, dass ihre
Mitarbeiter/-innen in die I-Pension flüchten, um früher in Pension
gehen zu können. Doch für die Zuerkennung der I-Pension gelten
strenge Regeln, der Pensionsbezug liegt deutlich unter der
Alterspension und I-Pensionisten/-innen sterben durchschnittlich zehn
Jahre früher als Alterspensionisten/-innen.

Mit Dezember 2010 gab es rund 1,5 Millionen Alterspensionen und
rund 210.000 Pensionen wegen geminderter Arbeitsfähigkeit. Der
I-Pensions-Anteil gemessen an allen Pensionen lag damit bei rund neun
Prozent. "Von einer Flucht in die I-Pension kann also keine Rede
sein. Schon gar nicht, wenn man bedenkt, was es bedeutet in I-Pension
zu gehen", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Für die Zuerkennung einer I-Pension gelten strenge Regeln. Nur
rund 40 Prozent (30.000 aller gestellten Anträge) werden zuerkannt.
Unselbständige sind dabei benachteiligt. Ihre Zuerkennungsquote liegt
bei 35 Prozent, jene der Gewerbetreibenden bzw. der Bauern bei 62
bzw. bei 74 Prozent. Neben rechtlichen Unterschieden ist auch die
unterschiedliche Vollzugspraxis für diese ungleiche Quote
verantwortlich. Einheitliche Standards wären hier wünschenswert.

Im Schnitt 230 Euro weniger Pension
I-Pensionen sind außerdem Niedrigpensionen. Während
Alterspensionisten/-innen monatlich 1116 Euro bekommen, bleibt
I-Pensionisten/-innen mit rund 888 Euro deutlich weniger. Zudem
sterben I-Pensionisten/-innen durchschnittlich um zehn Jahre früher
als Alterspensionisten/-innen.

Betriebe stärker in die Pflicht nehmen!
Um Krankheiten im Zusammenhang mit dem Beruf vorzubeugen, müssen
Betriebe stärker in die Pflicht genommen werden: "Krankmachende
Arbeitsbedingungen müssen verhindert werden - dazu sind etwa
Bonus-Malus-Systeme zu diskutieren und umzusetzen: Wer Arbeitnehmer
bewusst einem Erkrankungsrisiko aussetzt, muss auch dafür
verantwortlich gemacht werden", sagt Kalliauer.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Sabine Naderer
Tel.: (0732) 6906-2178
mailto:sabine.naderer@akooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel