Metropolit Kardamakis: Weg der Ökumene entschieden weitergehen

Neuer griechisch-orthodoxer Metropolit von Austria wurde am Sonntag in sein Amt eingeführt

Wien, 04.12.11 (KAP) Mit einem entschiedenen Bekenntnis zur Fortsetzung des guten ökumenischen Weges in Österreich hat der neue griechisch-orthodoxe Metropolit von Austria, Arsenios Kardamakis, am Sonntag in Wien sein Amt übernommen. Das hervorragende ökumenische Klima in Österreich sei weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und geschätzt, sagte Kardamakis. Er werde als Vertreter des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel seinen Beitrag dazu leisten, dass Verständigung, Dialog und Zusammenarbeit "unumkehrbar" fortgeführt werden.

Die Amtseinführung in der Dreifaltigkeitskathedrale am Fleischmarkt in Wien 1 nahm der Pariser orthodoxe Metropolit Emmanuel Adamakis im Auftrag des Ökumenischen Patriarchen vor. An der Feier war die gesamte Ökumene in Österreich vertreten, angeführt von Kardinal Christoph Schönborn und dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen, dem rumänisch-orthodoxen Bischofsvikar Nicolae Dura. Von katholischer Seite nahmen weiters der Apostolische Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, und der für die Ökumene zuständige Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer teil.

Kardinal Schönborn sagte in seinem Grußwort, die katholische Kirche in Österreich habe mit großer Freude die Wahl von Kardamakis zum Nachfolger des verstorbenen Metropoliten Michael Staikos vernommen. Staikos sei für viele Christen des Landes eine herausragende Stimme und ein verantwortungsbewusster und engagierter Zeuge des christlichen Glaubens gewesen. Die orthodoxen Christen seien im Land eine wachsende Glaubensgemeinschaft und "es ist wichtig, dass sie eine starke Stimme haben". Das österreichische Orthodoxengesetz räume zudem dem Vertreter des Ökumenischen Patriarchen die Rolle des "Stimmträgers" innerhalb der Orthodoxie ein.

Aufgrund des bisherigen Wirkens von Kardamakis sei er - Schönborn -überzeugt, dass dieser "für die Orthodoxen in Österreich und für uns alle eine glaubwürdige und gehörte Stimme" sein werde. Der Kardinal betonte zudem die Bereitschaft, den neuen Metropoliten in seiner Aufgabe in allen Bereichen, in denen er es wünscht, zu unterstützen, etwa in Fragen des Schulwesens, der Gesetzgebung oder der Sorge um Zuwanderer.

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