- 03.12.2011, 12:34:35
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Leitner: Armut bei Menschen mit Behinderungen doppelt so stark zu Hause
Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen treffen Menschen mit Behinderungen ganz besonders
St. Pölten, (OTS/SPI) - Heute, am 3. Dezember, wird der
Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen begangen. Laut
einer Erhebung der Statistik Austria leben in Österreich rund 1,6
Millionen Menschen zwischen 16 und 64 Jahren mit Behinderungen oder
Einschränkungen: Hochgerechnet haben etwa 630.000 Personen eine seit
mindestens sechs Monate andauernde starke Beeinträchtigung im Alltag.
Dazu kommen etwa eine Million chronisch kranke Menschen, die keine
Beeinträchtigung im Alltag haben.
"Neben der körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung leiden
Menschen mit Behinderungen aber auch besonders unter
Verschlechterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen. Ihre Gefahr, in die Armut abzudriften, liegt um
das Doppelte höher als bei Menschen ohne körperlicher oder geistiger
Beeinträchtigung. Damit ist natürlich der Anspruch der
Behindertenpolitik zur Selbstbestimmung und Teilhabe in und an allen
Lebensbereichen mit einer nicht zu vernachlässigenden Hürde versehen
- jener der finanziellen Leistungsfähigkeit. Gerade in Zeiten, wo es
vielen in Österreich nicht besser, sondern sogar schlechter geht,
dürfen wir nicht den Blick davor abwenden, dass es gerade Menschen
mit Behinderungen überproportional schwerer haben. Gäbe es keine
Sozialleistungen, würden 59 Prozent der behinderten Männer und 61
Prozent der behinderten Frauen im erwerbsfähigen Alter unter der
Armutsgefährdungsschwelle leben", so Niederösterreichs Landesvize
LHStv. Dr. Sepp Leitner zum heutigen internationalen Tag der Menschen
mit Behinderungen.
"Unabdingbar für ein selbstbestimmtes Leben, für Unabhängigkeit und
für einen gesunden Selbstwert sind Bildungsmöglichkeiten und die
Teilhabe am Arbeitsmarkt. Gerade in diesen beiden Lebensbereichen
wird über Chancen von Menschen entschieden und es ist daher von
großer Bedeutung, dass Menschen mit Behinderungen die gleichen
Möglichkeiten wie nicht behinderte Menschen vorfinden. Parallel dazu
muss die Politik auch die Bedingungen für pflegende Angehörige im
Fokus behalten - sie müssen bestmöglichst unterstützt und abgesichert
werden. Umfragen ergeben, dass rund 80% aller Österreicherinnen und
Österreicher in ihrer vertrauten Umgebung betreut werden möchten.
Hier bedarf es noch großer Investitionen und Anstrengungen, um diesem
Wunsch der Menschen auch in den kommenden Jahrzehnten - bei
steigender Lebenserwartung - gerecht werden zu können", so Leitner.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis:
SPNÖ-Landesregierungsfraktion/SPNÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Fiala, Pressesprecher LHStv. Dr. Sepp Leitner
Tel.: 02742/9005 DW 12794, Mobil: 06642017137
mailto:[email protected]
www.noe.spoe.at
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