Berlakovich und Kretschmann setzen auf klimafreundliche E-Mobilität

Bilaterales Umweltgespräch mit Baden-Württembergs Ministerpräsident

Wien (OTS) - Umweltminister Nikolaus Berlakovich und der deutsche Politiker des Jahres 2011, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, zeigten sich gestern Abend bei einem bilateralen Gespräch in Wien einig, dass Elektromobilität eine immer wichtigere Rolle für den Klimaschutz im Verkehr spielen wird.

Straßenverkehr ressourcen- und klimaschonend gestalten

"Als Umweltminister will ich Mobilität nicht verbieten, sondern klimafreundliche Alternativen aufzeigen. Die Ökobilanz fällt für Elektrofahrzeuge schon heute deutlich besser als für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor aus. Je nach eingesetzter Batterietechnologie und Herkunft des Stroms bilanzieren E-Fahrzeuge um den Faktor 2 bis 3 besser", betonte Berlakovich, der in der Wiener Innenstadt selbst ein E-Mobil benutzt. "Um sowohl die Umwelt als auch unsere Mitmenschen und nachfolgende Generationen nicht zu belasten, muss es uns gelingen, den Straßenverkehr möglichst ressourcen- und klimaschonend zu gestalten. Elektro-Mobilität ist eine Schlüsseltechnologie zur Realisierung dieses Vorhabens", unterstrich Kretschmann.

Berlakovich stellte Modellregionen für E-Mobilität vor

Das Potential der E-Mobilität kann aber nur genutzt werden, wenn die Energie für die Elektromobilität aus erneuerbaren Energiequellen bereit gestellt wird. Daher forciert das Lebensministerium im Rahmen des Klima- und Energiefonds 5 Modellregionen für E-Mobilität (Vorarlberg/Rheintal, Großraum Salzburg, Graz, Wien und Eisenstadt/Umland) mit 100% Strom aus Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik. "Mit diesen Modellregionen wird die Alltagstauglichkeit der E-Mobilität bewiesen. Langfristig werden wir dadurch immer unabhängiger von Erdölimporten und kommen mit 'grünem' Strom aus Österreich unserem Ziel der Energieautarkie auch im Verkehr näher", berichtete Berlakovich gegenüber Kretschmann.

"Mobilität nachhaltig, verkehrsträgerübergreifend und für alle bezahlbar zu gestalten, gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Der Elektromobilität auf der Basis erneuerbarer Energien kommt dabei eine entscheidende Rolle zu", ist Kretschmann überzeugt. Aber auch die Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel, um Individualverkehr zu vermeiden, spielt eine wichtige. So gibt es beim Konzept "Car to go" in der Landeshauptstadt Stuttgart eine Zusammenarbeit mit Mercedes Benz.

Da der Verkehr derzeit noch zu 95 Prozent von Erdöl abhängt, ist es wichtig, den Verbrauch umweltfreundlicher zu gestalten. Wie Berlakovich weiter berichtete, unterstützt das Lebensministerium mit dem klima:aktiv mobil-Förderprogramm Investitionen in eine klimaschonende Mobilitätszukunft. Bereits 1.800 klima:aktiv mobil-Projektpartner sparen gemeinsam 450.000 Tonnen CO2 ein. Mit über 42 Millionen Euro werden Fuhrparkumstellungen, Projekte zu Elektromobilität, Mobilitätsmanagement und Radverkehr gefördert. Der Erfolg zeigt sich in deutlichen CO2-Emissions-Verminderungen. Insgesamt sieht Österreichs Energiestrategie 250.000 E-Fahrzeuge bis 2020 vor.

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