- 30.11.2011, 10:30:42
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ÖAMTC-Expertenforum "Fahrer-Assistenzsysteme - Gegenwart und Zukunft. Fahrzeug-Sicherheitstechnik bereits ausgereizt?
Assistenzsysteme retten Leben - Club engagiert sich für mehr Sicherheit
Wien (OTS) - In Zusammenarbeit mit dem Institut für
Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der TU Wien (IFA) veranstaltet
der ÖAMTC heute, Mittwoch, ein Expertenforum zum Thema
"Fahrer-Assistenzsysteme - Gegenwart und Zukunft.
Fahrzeug-Sicherheitstechnik bereits ausgereizt?".
ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold begrüßt internationale
Referenten von Bosch, Continental, Volkswagen, Daimler und der FIA
(Federation International de l'Automobile).
Weltweit fordern Verkehrsunfälle jährlich mehr als 1,2 Millionen
Tote und rund 50 Millionen Verletzte. Fahrerassistenzsysteme retten
Leben. Daher setzt sich der ÖAMTC seit Jahren für die Entwicklung
neuer und die Weiterentwicklung und Verwendung bestehender
Assistenzsysteme ein. So ist ESP dank Club-Engagement bereits seit 1.
November für alle in der EU neu typisierten Fahrzeuge Pflicht, ab
2014 müssen alle Neufahrzeuge mit ESP ausgestattet sein. Was ESP für
die Fahrsicherheit von Autos bedeutet, ist ABS für Motorräder. Auch
hier engagiert sich der ÖAMTC für eine vorgezogene verpflichtende
Ausstattung aller neuen Motorräder mit ABS ab 2015. Aktuelle
Herausforderungen und Lösungsansätze zur Fahrzeugsicherheit sind auch
Thema des ÖAMTC-Expertenforums.
FIA-Engagement für die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen
Die Entwicklung der Fahrerassistenzsysteme aus Sicht der
europäischen Verkehrspolitik und des Verbraucherschutzes steht im
Mittelpunkt des Vortrags von Wilfried Klanner von der FIA. Als
Dachverband der weltweiten Automobilclubs engagiert sich die FIA
neben dem Bereich Motorsport auch in der Förderung und Regelung des
internationalen Kraftfahrzeugverkehrs. Im Rahmen dieses
Aufgabenbereichs fördert die FIA die Entwicklung und Verbreitung von
Fahrerassistenzsystemen, um die Zahl der Verletzten und Getöteten im
Straßenverkehr weltweit zu verringern. Der ÖAMTC ist Mitglied der
FIA.
Die Zukunft des Autofahrens - Vernetzte Sicherheitssysteme und
hochautomatisiertes Fahren
Durch die flächendeckende Einführung z. B. von Anschnallgurten,
Knautschzonen, Airbags und ESP konnte die Fahrzeugsicherheit seit den
1950er Jahren deutlich verbessert werden. Weitere Fortschritte werden
durch aktive Sicherheitssysteme möglich. Basierend auf Umfeldsensoren
wie Radar und Video erkennen diese Systeme Unfallgefahren bereits im
Vorfeld und helfen durch aktive Fahrzeugeingriffe, Unfallfolgen zu
minimieren oder gar zu vermeiden. In seinem Vortrag "Von der
Unfallforschung zu vernetzten Sicherheitssystemen - Wie Technik Leben
retten kann" zeigt Thomas Kropf, Robert Bosch GmbH, wie man mit
Erkenntnissen aus der Unfallforschung auf systematische Weise neue
Sicherheitsfunktionen auslegen und deren Nutzen objektiv bestimmen
kann. Er stellt beim ÖAMTC-Expertenforum verschiedene Systeme sowie
die dafür notwenige Sensorik und Aktorik vor und gibt einen Ausblick
auf künftige Entwicklungen in diesem Gebiet.
Stefan Lüke von Continental Teves demonstriert in seinem Vortrag
"Schritte zum hochautomatisierten Fahren" anhand von bestehenden und
möglichen zukünftigen Systemausprägungen die Entwicklung von
manuellem Fahren über das assistierte Fahren bis hin zu höher
automatisierten Fahrfunktionen. Anschließend stellt er ein
hochautomatisiertes System vor, das im Rahmen des EU geförderten
Forschungsprojektes HAVEit entwickelt wurde. Dabei werden die
Umfelderkennung, das HMI-Konzept und die Funktionsausprägung
beschrieben.
Potenziale & Grenzen - Fahrzeughersteller beleuchten die
automobile Zukunft
Unterschiedliche Assistenzsysteme und die möglichen Auswirkungen
auf die automobile Zukunft stehen im Mittelpunkt der letzten Beiträge
des ÖAMTC-Expertenforums. Potenziale und Grenzen innovativer
Fahrzeug-Sicherheitssysteme ist Thema des Vortrags von Dirk Ockel,
Daimler AG.
Mark Gonter präsentiert die automobile Zukunft aus der Sicht der
Volkswagen AG: "Fahrerassistenzsysteme tragen zur Verbesserung der
Sicherheit und des Komforts bei und können darüber hinaus die
energetische Effizienz des Automobils verbessern." Weltweit sind die
Unfallzahlen mit Getöteten steigend. Bisherige und neue
Sicherheitssysteme werden einen weiteren Beitrag leisten, um das
EU-Ziel - die Halbierung der Anzahl der Getöteten im Straßenverkehr -
zu erreichen. Dabei werden zukünftige Fahrzeuge nicht nur das Umfeld
besser wahrnehmen, sondern auch untereinander kommunizieren. "In
Situationen, in denen der Fahrer unterfordert wird, können Komfort-
und Effizienzsteigerungen durch automatisierte Fahrfunktionen
realisiert werden. In komplexen Situationen, in denen der Fahrer
überfordert ist, werden neue Assistenzsysteme den Fahrer
unterstützen. Dabei wird das HMI immer wichtiger, damit der Fahrer
das Systemverständnis weiterhin behält", prognostiziert Gonter als
Schlussreferent beim ÖAMTC-Expertenforum.
Aviso an die Redaktionen: Bildmaterial vom Expertenforum ist im
Laufe des Tages unter www.oeamtc.at/presse abrufbar.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Dagmar Halwachs
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
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