- 28.11.2011, 12:25:20
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KORREKTUR zu GLOBAL 2000 deckt auf: EU-Kommission finanziert Forschungen zur Lebensdauerverlängerung bestehender Atomreaktoren
EU-Regionalkommissar Johannes Hahn genehmigt nukleares Forschungsprojekt um 2,45 Milliarden Euro für die Tschechische Republik
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Wien (OTS) - Im zweiten Absatz muss es statt "Forschungskommissar
Johannes Hahn" "der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar
Johannes Hahn" heißen. Ebenso wurde der Untertitel und der letzte
Absatz dementsprechend korrigiert.
Das Projekt SUSEN (SUStainable ENergy) soll die
Lebensdauerverlängerung bestehender Reaktoren von Atomkraftwerken um
20 - 40 Jahre und den Übergang auf Reaktoren der Generation IV nach
2030 ermöglichen. Generation IV ist der Versuch, alte, nicht
funktionierende Reaktorkonzepte als neu zu verkaufen.
Doch dessen nicht genug: Der für Regionalpolitik zuständige
EU-Kommissar Johannes Hahn entschied sich für ein Projekt, dass
vollkommen konträr zu den aktuellen Entwicklungen der EU und weltweit
steht. GLOBAL 2000-Atomexpertin Patricia Lorenz ist empört: "Was sich
zunächst wie eine Fehlmeldung oder Botschaft aus der Vergangenheit
anhört, ist die Investition der EU in die Zukunft! Die aktuelle
Kraftwerksflotte wird auf EU-Kosten "beforscht", um neue Papierberge
zu produzieren, die eine Verlängerung von Dukovany und Temelin
"wissenschaftlich" bzw. vielmehr politisch rechtfertigen. Klar ist
eines: Ein altes Atomkraftwerk wird nicht sicherer. Jedes Jahr
Betrieb ist wieder ein Jahr mehr Risiko, die Materialalterung ist
nicht in den Griff zu bekommen."
Das Projekt plant nicht nur die Lebensdauer der jetzt modernen
Reaktoren der Generation III zu verlängern, sondern auch der
Generation II, also aller seit den 70er Jahren in Betrieb genommenen
Reaktoren. "Die sogenannte Generation IV- Reaktoren sind
Papiertiger, nämlich der Versuch, alte Reaktorkonzepte als neu wieder
auf den Markt zu bringen oder zumindest die Forschungsgelder nicht
versiegen zu lassen. Vollkommen unhaltbar ist die Annahme des
Projekts SUSEN, die beforschten Reaktoren der Generation IV würden ab
2030 zum Einsatz kommen", betont Lorenz: "Das Geld für das Projekt
kommt obendrein nicht aus EURATOM, sondern aus dem
EU-Regionalförderungsfonds."
Fast ebenso unglaublich: Es gibt keine internationalen
Projektpartner, denn dieses Projekt soll vom tschechischen
Nuklearforschungsinstitut Rez mit geringer Beteiligung der
Universität Westböhmen (CR) in Pilsen durchgeführt werden: "Wir
appellieren an EU-Kommissar Johannes Hahn, die Zukunft der EU
zu finanzieren, und nicht die tschechische Nuklearindustrie mit
europäischen Steuergeldern künstlich zu beatmen", betont Lorenz
abschließend.
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000
Nunu Kaller/Simonne Baur
Tel.: +43 699 1 42000 20/ +43 699 1 42000 23
mailto:[email protected]
www.global2000.at
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