Reicht gemeinsame Stärke gegen Politik? (von Markus Kaufmann)

Ausgabe 25. Nov. 2011

Klagenfurt (OTS) - Im Wahlkampf gingen sie auf Konfrontationskurs, doch jetzt - nach dem Urnengang - haben sie sich wieder zusammengerauft. Die Rede ist von den Gewerkschaftern im Landesdienst. Dort sind bekanntlich gleich zwei rote FSG-Listen angetreten, die beide auf sieben Mandate gekommen sind. Gestern wurde eine Koalition vereinbart, und das war die einzig kluge Entscheidung. Wären die beiden auf Kriegsfuß geblieben, wäre das nämlich ein herber Verlust für die SPÖ gewesen. Sie hätte die einstige absolute Mehrheit des FSGlers Herwig Rettenbacher verloren. Gemeinsam mit dem anderen FSGler und künftigen Obmann Gernot Nischelwitzer konnte man die Mehrheit aber noch ausbauen. Kein Wunder also, dass sich Gewerkschaft und SPÖ-Führung mit allen Mitteln für eine Koalition eingesetzt haben. Damit halten die Roten jetzt 14 von 17 Mandaten. Eine starke Kraft, aber können sie gegen den eisernen Sparwillen der Koalition etwas ausrichten? Immerhin haben Kürzungen wie die neue Reisegebührenregelung gezeigt, dass die Politik gerne drüberfährt.

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