Hundstorfer: Österreich bei Arbeitsmarktintegration auf dem richtigen Weg

Wien (OTS/SK) - Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat heute, Donnerstag, gemeinsam mit dem stellvertretenden OECD-Direktor Stefana Scarpetta den OECD-Länderbericht zum Thema "Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten und deren Kindern" vorgestellt. "Der Bericht bestätigt: Österreich ist in Sachen Arbeitsmarktintegration auf dem richtigen Weg, es gibt aber auch Aufholbedarf", sagte Hundstorfer. Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt sei der Schlüsselfaktor für erfolgreiche Integration, betonte der Sozialminister. Hier müsse es noch gezieltere Fördermaßnahmen geben. Einige Neuerungen wie das Jugend-Coaching seien aber bereits auf den Weg gebracht, so Hundstorfer.

"Österreich ist und bleibt ein Zuwanderungsland. Mehr als 18 Prozent der Bevölkerung in Österreich haben einen Migrationshintergrund, verdeutlichte Hundstorfer und betonte: "Angesichts der demografischen Entwicklung brauchen wir auch weiterhin Zuwanderung." Wichtig sei, dass Personen mit Migrationshintergrund erfolgreich in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Denn "Zuwanderung erhöht die Arbeitslosigkeit von Österreichern nachweislich nicht", das bestätige der OECD-Bericht ebenfalls, unterstrich Hundstorfer in diesem Zusammenhang.

Insgesamt stehe Österreich im EU-Vergleich sehr gut da. Bei der Arbeitsmarktintegration müsse es aber zu zusätzlichen Anstrengungen kommen, so die Empfehlung der OECD. Denn Menschen mit Migrationshintergrund sind in Österreich wesentlich häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen, 32 Prozent der AMS-Vorgemerkten gehören dieser Gruppe an. "Und sie arbeiten drei mal so häufig unter ihrem Qualifikationsniveau", stellte der Minister fest.

Um die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern, seien "die gemeinsame Anstrengungen aller Ressorts" notwendig, denn Integration sei eine "Querschnittsmaterie", betonte Hundstorfer. Eine Vielzahl an Maßnahmen sei bereits auf den Weg gebracht, die im Bericht noch keine Berücksichtigung finden konnten. So gibt es nun erstmals eine Erhebung des Migrationshintergrundes beim AMS, womit eine wichtige Informationslücke geschlossen wird. Dadurch können Fördermaßnahmen in Zukunft gezielter angeboten werden.

Eine weitere Maßnahme, um besonders jugendliche Migranten besser zu begleiten, ist das sogenannte "Jugend-Coaching", bei dem ein Coach Jugendliche direkt an der Schule über ihre Möglichkeiten zur Berufsausbildung informiert. Da ein überdurchschnittlich großer Teil der inhomogenen Gruppe der Migranten Akademiker sind, sollen künftig außerdem vereinfachte formale Regelungen die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse verbessern. Das Sozialministerium hat darüber hinaus vor Kurzem gemeinsam mit dem Innen- und Außenministerium eine Online-Plattform ins Leben gerufen, die wertvolle Informationen speziell für Migranten bereit stellt.

Wichtig sei jedenfalls, dass "Österreich auch weiterhin ein offenes Land bleibt", das mit entsprechenden Maßnahmen für die erfolgreiche Integration von Migranten sorgt. "Dieser Herausforderungen werden wir uns stellen", bekräftige der Arbeitsminister. (Schluss) sc/pep

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