Festbrennstoffe verstärken Feinstaubbelastung

Universität Stuttgart entlarvt Festbrennstoffkessel als Feinstaubschleudern

Wien (OTS) - Vom Sport im Freien wird bereits abgeraten und auch ältere Menschen sollen zuhause bleiben, weil die hohe Feinstaubbelastung zu Atemnot, Husten und erhöhtem Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko führen kann. Meldungen dieser Art kennen wir sonst nur aus Peking oder Mexiko City. Mittlerweile gehören auch bei uns Smog und Feinstaubwarnungen beinahe zum Alltag. Mitverantwortlich dafür ist auch das Heizen mit Festbrennstoffen wie Holz oder Kohle.

Üblicherweise werden Hackschnitzel, Pellets und Co mit Attributen wie "umweltfreundlich" oder "klimaneutral" bedacht. Tatsächlich aber zeigt sich bei genauer Analyse der Emissionen wie viel lungengängiger Feinstaub aus Holz produziert wird, der zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen kann. Vor allem Kinder und ältere Menschen leiden darunter. In Graz und Umgebung versucht man bereits gegenzusteuern, indem man tausende Holzfeuerungsanlagen verbannen will.

Universität Stuttgart: Feinstaubemissionen um den Faktor 1.200 höher

In einer Versuchsreihe wurde am Institut für Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen der Universität Stuttgart der Feinstaubausstoß von modernen Heizkesseln mit unterschiedlichen Brennstoffen ermittelt. Getestet wurden die verschiedenen Heizölsorten sowie Erdgas und Holzpellets. Um den Feinstaubausstoß und die gasförmige Emission zu ermitteln, wurden moderne Heizkesseln mit unterschiedlichen Brennstoffen genau unter die Lupe genommen. Bei diesen Tests wurde ein realitätsnaher Betrieb mit unterschiedlichen Wärmebedarfsprofilen simuliert.

Sowohl im stationären Dauerbetrieb wie auch im Betrieb mit Wärmebedarfsprofilen und taktender Betriebsweise lagen die Feinstaubemissionen der getesteten Ölheizungen auf sehr niedrigem Niveau. Feste Brennstoffe weisen teilweise einen bis zu 1.200-mal so hohen Feinstaubausstoß auf. Auch die Emissionen von Kohlenmonoxid und Stickoxiden liegen bei Ölheizungen deutlich unter denen von selbst den modernsten Pelletskesseln.

Mag. Martin Reichard, Geschäftsführer des Instituts für wirtschaftliche Ölheizung: "Diese Studie belegt einmal mehr, dass moderne Ölheizungen einen wertvollen Beitrag zur Feinstaubreduzierung leisten. Außerdem vermindert die moderne Öl-Brennwerttechnik den Heizöl-Verbrauch um bis zu 40% und liefert damit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Ressourcennutzung."

Offen über Feinstaub diskutieren

Neben der Feinstaubbelastung aus Industrie und Verkehr spielen Emissionen aus dem Raumwärmebereich eine wesentliche Rolle. "In der aktuell wieder aufflammenden Diskussion über mögliche Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastungen wird der Hausbrand zur Gänze ausgespart. Das ist nicht nachvollziehbar, da gerade dieser Bereich in manchen Regionen der Verursacher Nummer eins ist. Hier muss auch die Politik endlich ehrliche Worte finden und mögliche Alternativen zu den Feinstaubsündern beim Namen nennen", so Reichard. So wie das speziell für Öl-Brennwertanlagen entwickelte Heizöl extra leicht (HEL) schwefelfrei, das praktisch feinstaubfrei und ohne Rußbildung verbrennt. Rund 840.000 Haushalte heizen in Österreich mit Heizöl extra leicht. In sechs Bundesländern ist Heizöl extra leicht damit der meistverwendete Energieträger.

Eine Kurzfassung der Studie "Feinstaubemissionen von Öl-, Gas- und Pelletskesseln" stellen wir gerne Zur Verfügung.

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