- 24.11.2011, 10:51:53
- /
- OTS0128 OTW0128
Festbrennstoffe verstärken Feinstaubbelastung
Universität Stuttgart entlarvt Festbrennstoffkessel als Feinstaubschleudern
Wien (OTS) - Vom Sport im Freien wird bereits abgeraten und auch
ältere Menschen sollen zuhause bleiben, weil die hohe
Feinstaubbelastung zu Atemnot, Husten und erhöhtem Herzinfarkt- und
Schlaganfall-Risiko führen kann. Meldungen dieser Art kennen wir
sonst nur aus Peking oder Mexiko City. Mittlerweile gehören auch bei
uns Smog und Feinstaubwarnungen beinahe zum Alltag. Mitverantwortlich
dafür ist auch das Heizen mit Festbrennstoffen wie Holz oder Kohle.
Üblicherweise werden Hackschnitzel, Pellets und Co mit Attributen
wie "umweltfreundlich" oder "klimaneutral" bedacht. Tatsächlich aber
zeigt sich bei genauer Analyse der Emissionen wie viel lungengängiger
Feinstaub aus Holz produziert wird, der zu einer Reihe von
gesundheitlichen Problemen führen kann. Vor allem Kinder und ältere
Menschen leiden darunter. In Graz und Umgebung versucht man bereits
gegenzusteuern, indem man tausende Holzfeuerungsanlagen verbannen
will.
Universität Stuttgart: Feinstaubemissionen um den Faktor 1.200 höher
In einer Versuchsreihe wurde am Institut für Verfahrenstechnik und
Dampfkesselwesen der Universität Stuttgart der Feinstaubausstoß von
modernen Heizkesseln mit unterschiedlichen Brennstoffen ermittelt.
Getestet wurden die verschiedenen Heizölsorten sowie Erdgas und
Holzpellets. Um den Feinstaubausstoß und die gasförmige Emission zu
ermitteln, wurden moderne Heizkesseln mit unterschiedlichen
Brennstoffen genau unter die Lupe genommen. Bei diesen Tests wurde
ein realitätsnaher Betrieb mit unterschiedlichen Wärmebedarfsprofilen
simuliert.
Sowohl im stationären Dauerbetrieb wie auch im Betrieb mit
Wärmebedarfsprofilen und taktender Betriebsweise lagen die
Feinstaubemissionen der getesteten Ölheizungen auf sehr niedrigem
Niveau. Feste Brennstoffe weisen teilweise einen bis zu 1.200-mal so
hohen Feinstaubausstoß auf. Auch die Emissionen von Kohlenmonoxid und
Stickoxiden liegen bei Ölheizungen deutlich unter denen von selbst
den modernsten Pelletskesseln.
Mag. Martin Reichard, Geschäftsführer des Instituts für
wirtschaftliche Ölheizung: "Diese Studie belegt einmal mehr, dass
moderne Ölheizungen einen wertvollen Beitrag zur Feinstaubreduzierung
leisten. Außerdem vermindert die moderne Öl-Brennwerttechnik den
Heizöl-Verbrauch um bis zu 40% und liefert damit einen wesentlichen
Beitrag zur nachhaltigen Ressourcennutzung."
Offen über Feinstaub diskutieren
Neben der Feinstaubbelastung aus Industrie und Verkehr spielen
Emissionen aus dem Raumwärmebereich eine wesentliche Rolle. "In der
aktuell wieder aufflammenden Diskussion über mögliche Maßnahmen gegen
die Feinstaubbelastungen wird der Hausbrand zur Gänze ausgespart. Das
ist nicht nachvollziehbar, da gerade dieser Bereich in manchen
Regionen der Verursacher Nummer eins ist. Hier muss auch die Politik
endlich ehrliche Worte finden und mögliche Alternativen zu den
Feinstaubsündern beim Namen nennen", so Reichard. So wie das speziell
für Öl-Brennwertanlagen entwickelte Heizöl extra leicht (HEL)
schwefelfrei, das praktisch feinstaubfrei und ohne Rußbildung
verbrennt. Rund 840.000 Haushalte heizen in Österreich mit Heizöl
extra leicht. In sechs Bundesländern ist Heizöl extra leicht damit
der meistverwendete Energieträger.
Eine Kurzfassung der Studie "Feinstaubemissionen von Öl-, Gas- und
Pelletskesseln" stellen wir gerne Zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
IWO-Österreich Tel.: 01/710 68 99 Fax: 01/710 68 99-50 Email: [email protected] www.iwo-austria.at ikp Wien Daniel Pinka Tel.: 01/524 77 90-20 Email: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IWL






