Früherkennung von Brustkrebs: "Frauen haben Anspruch auf höchste Qualität"

Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger drängt auf umgehenden Beschluss zur Umsetzung des Nationalen Programms zur Früherkennung von Brustkrebs

Wien (OTS) - Die hohen Qualitätsstandards für die künftige systematische Früherkennung von Brustkrebs in Österreich sind fixiert. Es gibt einen detaillierten Vorschlag von Sozialversicherung und Ärztekammer für den Weg zum Programm, bzw. für das Programm selbst. Was fehlt, ist die Zustimmung der einzelnen Mitglieder der Bundesgesundheitskommission zur Finanzierung.

"Ich glaube wir sind es der Gesundheit der Frauen schuldig, dass hier umgehend von allen Beteiligten 'Grünes Licht' für die Realisierung des Programms gegeben wird", betont Dr. Gerald Bachinger, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Patientenanwälte.

Da es immerhin rund 18 Monate dauert bis voraussichtlich Mitte 2013 die erste Frau zur Brustkrebsvorsorge eingeladen wird, bedeutet jedes Zuwarten oder ein Aufschieben des Beschlusses mit Hinweis auf die Finanzierung, dass bei vielen Frauen ein Tumor nicht oder viel zu spät erkannt wird. Denn Zielgruppe des Programms sind gerade jene Frauen, die leider ohnehin viel zu wenig das bereits heute bestehende Angebot an Brustkrebs-Früherkennung in Anspruch nehmen
"Keinesfalls darf auch", so Bachinger weiter, "mit Hinweis auf den finanziellen Aufwand an den Qualitätsstandards, die ohnehin unter den EU-Standards liegen, noch weiter gedreht werden". Abgesehen davon dass Österreichs Frauen einen Anspruch auf die höchste Qualität bei Untersuchung und Befundung im Rahmen der Früherkennung von Brustkrebs haben, wirkt sich diese auch massiv auf den Erfolg des Programmes aus. "Falsche Befundungen sprechen sich erfahrungsgemäß sehr rasch herum. Und das wiederum führt nur dazu, dass Frauen dieses wichtige Angebot dann erst gar nicht annehmen."
Als positiv und im Interesse aller Frauen bewertet Bachinger im Zusammenhang mit dem neuen Qualitätsstandards, dass diese nicht nur für das Nationale Programm gelten, sondern für alle künftigen Mammographien.

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