Ferkelschutz - Faymann soll Stöger zur Besinnung rufen

Wien (OTS) - Ferkelschutz ist Chefsache - NÖ Agrarlandesrat
Stephan Pernkopf treibt das Thema Ferkelschutzkorb nun auf die oberste politische Ebene. Pernkopf: "Der fachlich zuständige Gesundheitsminister (Anm.: Alois Stöger) ist seit Monaten säumig. Was er bisher in der Sache vorgelegt hat, ist zum Schaden der heimischen Bauern und gefährdet hunderte Arbeitsplätze in der heimischen Agrar-und Fleischbranche."

Erzürnt ist Pernkopf so wie viele Schweinebauern vor allem auch deswegen, weil das von Stöger beabsichtigte weitgehende Verbot der Ferkelschutzkörbe auch hunderttausenden Ferkeln zusätzlich das Leben kosten würde. "Der Stögervorschlag dient auch in keiner Weise dem Tierschutz", ist der Landesrat überzeugt.

Stöger ingoriert Konsumentenwünsche

Weil sich der Gesundheitsminister trotz Kompromissvorschlägen der Landwirtschaft seit Monaten uneinsichtig zeigt, fordert Pernkopf nun gemeinsam mit NÖ Bauernbund Direktorin Klaudia Tanner Bundeskanzler Faymann zum Einschreiten auf.

Tanner: "Stöger kommt seiner Ministerverantwortung nicht nach. Bevor er im Tierhaltungsbereich ein Desaster anrichtet, muss ihn Parteivorsitzender Faymann zur Räson rufen!" Es könne doch niemandem in Österreich einleuchten, dass wir durch einen nationalen Alleingang bei der Tierhaltungsverordnung die heimische Produktion gefährden und im Gegenzug dann Schweinefleisch importieren, bei dem überhaupt nicht mehr zu kontrollieren sei, unter welchen Standards es produziert würde, ist die Bauernbunddirektorin überzeugt.

"Ein Verbot der Ferkelschutzkörbe ist mit Sicherheit auch gegen die Interessen der Konsumenten", meint Klaudia Tanner. Denn importierte Lebensmittel seien immer auch "importiertes Risiko". Mit seiner Verordnung ignoriere Stöger auch den starken Wunsch vieler Konsumenten, nach Fleisch mit österreichischer Herkunft.

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Peter Hießberger
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