VP-Leeb: Ausschreibungsvorgang der KÖR löst Skepsis aus

Wien (OTS) - Ob die KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) durch die Trennung von der Kunsthalle tatsächlich auch eine unabhängige Leitung erhält, bleibt abzuwarten. Gerüchteweise vernimmt man, dass diese aus dem unmittelbaren Umfeld des SP-Kulturstadtrates Mailath-Pokorny kommen soll. Damit würde auch verständlich, warum die Dauer der Bewerbungsfrist in der Ausschreibung für diese Leitungsfunktion mit drei Wochen eher kurz gehalten wurde.

"Für mich hätte es aber einen fahlen Nachgeschmack, wenn eine öffentliche Ausschreibung stattfindet, sich über 50 unabhängige Kandidatinnen und Kandidaten dafür bewerben, eventuell eigenständige Konzepte entwerfen, um dann zu erfahren, dass sie eigentlich sowieso nie eine Chance hatten", kritisiert ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb in ihrer Rede im heutigen Gemeinderat.

Überhaupt wird man bei der Neuorganisation der Kunsthalle Wien und der Trennung der Kunst im öffentlichen Raum Ges.m.b.H. genau darauf achten müssen, ob jetzt auch tatsächlich eine funktionierende Basis geschaffen werde, um den Kunstplatz Wien wieder aus den Schlagzeilen von Korruption, Misswirtschaft und Hybris zu bekommen. Und Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist auch angehalten, darauf zu schauen, dass die Stadt Wien nicht die finanziellen Verpflichtungen, die der private Verein Kunsthalle Wien im Vertrag mit Gerald Matt eingegangen ist, übernehmen muss. Es kann nämlich nicht sein, dass Matt bis 2014 bei vollen Bezügen spazieren geschickt wird oder dass die Stadt Wien bis zum Sankt Nimmerleinstag die zusätzlich garantierte 80prozentige Pensionszahlung übernehmen muss, die sich Matt mit seinen Vorstandsfreunden ausverhandelt hat.

"Daher fordern wir, dass die Stadt Wien und nicht wieder der gleiche Verein mit nur neuer Besetzung, Gesellschafter einer neu gegründeten Kunsthallen GmbH wird. Daraus könnten sonst den Wienerinnen und Wienern langfristige Zahlungen ins Haus stehen, die sie an Herrn Matt leisten müssten, wenn dieser eines Tages in Pension geht", so Leeb abschließend.

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