• 23.11.2011, 15:12:19
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VP-Leeb: Ausschreibungsvorgang der KÖR löst Skepsis aus

Wien (OTS) - Ob die KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) durch die
Trennung von der Kunsthalle tatsächlich auch eine unabhängige Leitung
erhält, bleibt abzuwarten. Gerüchteweise vernimmt man, dass diese aus
dem unmittelbaren Umfeld des SP-Kulturstadtrates Mailath-Pokorny
kommen soll. Damit würde auch verständlich, warum die Dauer der
Bewerbungsfrist in der Ausschreibung für diese Leitungsfunktion mit
drei Wochen eher kurz gehalten wurde.

"Für mich hätte es aber einen fahlen Nachgeschmack, wenn eine
öffentliche Ausschreibung stattfindet, sich über 50 unabhängige
Kandidatinnen und Kandidaten dafür bewerben, eventuell eigenständige
Konzepte entwerfen, um dann zu erfahren, dass sie eigentlich sowieso
nie eine Chance hatten", kritisiert ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg.
Isabella Leeb in ihrer Rede im heutigen Gemeinderat.

Überhaupt wird man bei der Neuorganisation der Kunsthalle Wien und
der Trennung der Kunst im öffentlichen Raum Ges.m.b.H. genau darauf
achten müssen, ob jetzt auch tatsächlich eine funktionierende Basis
geschaffen werde, um den Kunstplatz Wien wieder aus den Schlagzeilen
von Korruption, Misswirtschaft und Hybris zu bekommen. Und
Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist auch angehalten, darauf zu
schauen, dass die Stadt Wien nicht die finanziellen Verpflichtungen,
die der private Verein Kunsthalle Wien im Vertrag mit Gerald Matt
eingegangen ist, übernehmen muss. Es kann nämlich nicht sein, dass
Matt bis 2014 bei vollen Bezügen spazieren geschickt wird oder dass
die Stadt Wien bis zum Sankt Nimmerleinstag die zusätzlich
garantierte 80prozentige Pensionszahlung übernehmen muss, die sich
Matt mit seinen Vorstandsfreunden ausverhandelt hat.

"Daher fordern wir, dass die Stadt Wien und nicht wieder der gleiche
Verein mit nur neuer Besetzung, Gesellschafter einer neu gegründeten
Kunsthallen GmbH wird. Daraus könnten sonst den Wienerinnen und
Wienern langfristige Zahlungen ins Haus stehen, die sie an Herrn Matt
leisten müssten, wenn dieser eines Tages in Pension geht", so Leeb
abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]

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