- 23.11.2011, 15:12:10
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ÖAMTC: Herbe Kritik an einfallsloser Anhebung der Kurzparkgebühren
Club sieht Verlagerung des Parkproblems durch neue "Pickerlzonen" - Flexible Abstufungen bei Geltungszeitraum und Parkdauer bringen mehr Steuerungseffekt
Wien (OTS) - Die von Rot-Grün in Wien geplante gewaltige Erhöhung
der Kurzparkgebühren ab 1. März 2012 sowie die Ausdehnung der
Kurzparkzonen bis zur Vorortelinie oder gar darüber hinaus sind für
den verkehrspolitischen Referenten des ÖAMTC und Clubjuristen Martin
Hoffer die absolut falschen Maßnahmen. Dadurch wird die zum Teil
durch künstliche Stellplatzverknappung selbst erzeugte
Parkproblematik in der Bundeshauptstadt nicht gelöst. Fazit: Die
Autofahrer, sowohl Pendler als auch Wiener, werden zur Kasse gebeten
- die Parkplatzsituation wird aber keineswegs verbessert.
Derzeit fehlen für die innerstädtisch angestrebte
Verkehrsverlagerung in Wien die Grundvoraussetzungen. Die aktuellen
Parkplätze am Stadtrand reichen jetzt schon nicht aus, die Situation
würde durch die Verdrängung der Pendler aus der Stadt noch einmal
extrem verschärft. Außerdem gibt es weder genügend Park &
Ride-Möglichkeiten, noch leistbare Garagenstellplätze, wie etwa 2007
vom damaligen Stadtrat Rudolf Schicker angekündigt. Dass die
Kurzparkzonen auf einen Großteil der Stadt ausgedehnt werden sollen,
wird die Abkassiererei noch massiv verschärfen. Eine Studie der MA18
zeigt aber, dass eine Ausdehnung der Pickerlzone bis zur Vorortelinie
die aktuellen Probleme der Überparkung nicht lösen kann, sondern nur
weiter nach außen in kritische Vorstadtbereiche verlagert. Das kann
für den ÖAMTC-Experten nicht Sinn der Sache sein. "Hier ist
Kreativität gefragt! Alles über einen Kamm scheren und nur
einfallslos an der Preisschraube zu drehen, ist zu wenig", ist Hoffer
überzeugt.
Der ÖAMTC kann sich eine Lösung des Problems aber mit flexiblen
Abstufungen bei Geltungszeitraum und Parkdauer der Kurzparkzone in
Gürtelnähe, sowie mit einer Staffelung der Parkgebühren nach außen
hin vorstellen. Außerhalb der weiterhin relativ knapp zu haltenden
Kurzparkzonen sollte man aber bloße Gebührenzonen schaffen, in denen
die Parkdauer unbeschränkt und die Gebühr gestaffelt sein kann. Damit
entfällt eine scharfe Grenze zwischen Blauer Zone und dem
Gratisparkplatz. Gut funktionierende Vorbilder gibt es: in Graz,
Krems und einigen Städten in Vorarlberg. Mit solch einer "Grünen
Zone" wäre sogar eine Kostensenkung beim Parkpickerl möglich.
Service: www.oeamtc.at/parken
(Schluss)
Christian Dachs
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Medien Mobilitätsinformationen
Tel.: +43 (0)1 71199 21795
mailto:[email protected]
www.oeamtc.at
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