Mitterlehner: Energiebilanz 2010 zeigt positive Trends, aber auch Handlungsbedarf

Im Vergleich zu 2005 Entkoppelung von Wachstum und Verbrauch erreicht - Österreich wird 2020-Ziele erreichen - Weitere Anstrengungen in Richtung Energieeffizienzgesetz und Sanierung

Wien (OTS/BMWFJ) - Für Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner zeigt die heute von der Statistik Austria veröffentlichte Energiebilanz zahlreiche positive Trends, aber auch weiteren Handlungsbedarf. "Der Vergleich mit dem Jahr 2005 ergibt, dass wir bisher wie in der Energiestrategie Österreich vorgesehen die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch erreicht haben. Mit rund 1.120 Petajoule liegen wir 2010 nur um 1,3 Prozent höher als 2005, das Bruttoinlandsprodukt ist in diesem Zeitraum mit 7,3 Prozent weit stärker gewachsen", betont Mitterlehner.

"Angesichts dieser Tendenzen ist Österreich derzeit auf einem guten Weg, die 2020-Ziele der EU und der Energiestrategie zu erreichen", betont Mitterlehner. Demnach soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch (EU-Definition) bis zum Jahr 2020 auf 34 Prozent steigen. 2005 lag dieser Anteil in Österreich noch bei 24,9 Prozent, 2010 waren es hingegen bereits 30,8 Prozent - und das trotz des im Vorjahr gestiegenen Energieverbrauchs aufgrund eines BIP-Plus von 2,3 Prozent und des besonders kalten Winters sowie wegen einer schlechten Wasserführung und damit geringerer Wasserkraft-Stromerzeugung.

Neues Energieeffizienzgesetz und thermische Sanierung

"Jetzt geht es darum, zusätzlich zum massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien über das Ökostromgesetz vor allem bei der Effizienz weitere Anstrengungen zu setzen. Daher werden wir in Abstimmung mit der 2012 kommenden Effizienz-Richtlinie der EU und den für diesen Bereich kompetenzrechtlich zuständigen Ländern ein neues Energieeffizienzgesetz erarbeiten", betont Mitterlehner.

Forciert wird auch die Bundes-Förderaktion für die thermische Sanierung. "Mit den bis 2014 jährlich verfügbaren 100 Millionen Euro lösen wir jeweils Investitionen von über 800 Millionen Euro aus", sagt Mitterlehner. "Gleichzeitig müssen wir bei den Konsumenten ein stärkeres Bewusstsein für ihre Energiekosten erzeugen. Hier wird sich künftig vor allem die Einführung von Smart Metern für Strom und Gas bewähren", so Mitterlehner. Intensiviert wird auch der Fernwärme- und Fernkälteausbau. Allein für 2012 stellt das Wirtschafts- und Energieministerium neben den 20 Millionen Euro Bundesmitteln zusätzliche 25 Millionen Euro bereit, mit denen der zügige Ausbau gefördert werden wird.

Positiv ist auch die europäische Spitzenposition Österreichs bei den Erneuerbaren Energien, die im Vorjahr mit 72,7 Prozent fast drei Viertel der inländischen Energieerzeugung abgedeckt haben. Im Vergleich zu 2005 sind die Importe nur um 0,2 Prozent gestiegen, während die Erneuerbaren bei der inländischen Erzeugung um 33,7 Prozent zugelegt haben. Weitere starke Impulse wird hier insbesondere das neue Ökostromgesetz setzen.

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