Neues Gesetz in Rumänien erlaubt Hundemord

VIER PFOTEN will internationalen Druck für eine Rücknahme

Wien (OTS) - Lange Zeit hatten die Tierschützer in Rumänien und ganz Europa dagegen angekämpft, nun wurde es trotzdem beschlossen:
das unsinnige und tierfeindliche Gesetz, welches die Massentötung von Streunerhunden wieder legalisiert. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, europaweit führend auf diesem Gebiet, wird aber weiter kämpfen. Einsprüche beim nationalen Verfassungsgerichtshof wie auch Proteste in westeuropäischen Ländern sollen den rumänischen Präsidenten Traian Bâsescu dazu bewegen, das Gesetz nicht zu verabschieden.

"Es ist wirklich unglaublich, dass ein Land der EU ein so barbarisches Gesetz beschließt, obwohl es ein ähnliches vor wenigen Jahres erst abgeschafft hat", zeigt sich Helmut Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN, schockiert. Seit 1995 die Tierschutzstiftung in Rumänien mit der einzigen Methode, die nach verschiedenen Studien eine nachhaltige Verringerung der Hundepopulation bewirkt. Dabei werden die streunenden Hunde eingefangen, kastriert und nach einem medizinischen Check wieder in ihrem ursprünglichen Revier ausgelassen. Dadurch besetzen sie dieses weiterhin und senken damit auf Dauer die Fortpflanzungsrate der gesamten Population. Mehr als 150.000 Hunde wurden so behandelt, und in den entsprechenden Gebieten konnte eine signifikante Senkung der Tierzahlen festgestellt werden.

Trotz dieser nachweislichen Erfolge kam es nun zum Beschluss eines neuen Gesetzes, das es den Kommunen erlaubt, selbständig über das Schicksal der Streuner zu entscheiden. So können Streunerhunde in ein Tierheim gesteckt werden, wo sie 30 Tage bleiben. Sind sie während dieser Zeit nicht adoptiert worden, werden sie getötet. Abgesehen davon, dass viele Menschen in Rumänien sich keine Hunde leisten können, werden die Adoptionswilligen aber noch zusätzlich schikaniert: Sie müssen nicht nur Angaben zum "verfügbaren Raum" und zu ihrem Einkommen machen, sogar ihre Nachbarn müssen einer solchen Adoption zustimmen! Wenn aber jemand einen Hund im Tiergeschäft kauft, benötigt der Käufer - nichts.

"Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, rechtlich und aktionsmäßig, um diesen Wahnsinn nicht Realität werden zu lassen", so Geschäftsführer Helmut Dungler. Dazu gehören Klagen in Rumänien genauso wie Protestmärsche zu den rumänischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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