• 23.11.2011, 10:56:50
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Neues Gesetz in Rumänien erlaubt Hundemord

VIER PFOTEN will internationalen Druck für eine Rücknahme

Wien (OTS) - Lange Zeit hatten die Tierschützer in Rumänien und
ganz Europa dagegen angekämpft, nun wurde es trotzdem beschlossen:
das unsinnige und tierfeindliche Gesetz, welches die Massentötung von
Streunerhunden wieder legalisiert. Die internationale
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, europaweit führend auf diesem
Gebiet, wird aber weiter kämpfen. Einsprüche beim nationalen
Verfassungsgerichtshof wie auch Proteste in westeuropäischen Ländern
sollen den rumänischen Präsidenten Traian Bâsescu dazu bewegen, das
Gesetz nicht zu verabschieden.

"Es ist wirklich unglaublich, dass ein Land der EU ein so
barbarisches Gesetz beschließt, obwohl es ein ähnliches vor wenigen
Jahres erst abgeschafft hat", zeigt sich Helmut Dungler,
Geschäftsführer von VIER PFOTEN, schockiert. Seit 1995 die
Tierschutzstiftung in Rumänien mit der einzigen Methode, die nach
verschiedenen Studien eine nachhaltige Verringerung der
Hundepopulation bewirkt. Dabei werden die streunenden Hunde
eingefangen, kastriert und nach einem medizinischen Check wieder in
ihrem ursprünglichen Revier ausgelassen. Dadurch besetzen sie dieses
weiterhin und senken damit auf Dauer die Fortpflanzungsrate der
gesamten Population. Mehr als 150.000 Hunde wurden so behandelt, und
in den entsprechenden Gebieten konnte eine signifikante Senkung der
Tierzahlen festgestellt werden.

Trotz dieser nachweislichen Erfolge kam es nun zum Beschluss eines
neuen Gesetzes, das es den Kommunen erlaubt, selbständig über das
Schicksal der Streuner zu entscheiden. So können Streunerhunde in ein
Tierheim gesteckt werden, wo sie 30 Tage bleiben. Sind sie während
dieser Zeit nicht adoptiert worden, werden sie getötet. Abgesehen
davon, dass viele Menschen in Rumänien sich keine Hunde leisten
können, werden die Adoptionswilligen aber noch zusätzlich
schikaniert: Sie müssen nicht nur Angaben zum "verfügbaren Raum" und
zu ihrem Einkommen machen, sogar ihre Nachbarn müssen einer solchen
Adoption zustimmen! Wenn aber jemand einen Hund im Tiergeschäft
kauft, benötigt der Käufer - nichts.

"Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, rechtlich und
aktionsmäßig, um diesen Wahnsinn nicht Realität werden zu lassen", so
Geschäftsführer Helmut Dungler. Dazu gehören Klagen in Rumänien
genauso wie Protestmärsche zu den rumänischen Botschaften in
Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Rückfragehinweis:
Richard Stern
Tel.: 01 545 50 20 - 41
mailto:[email protected]

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