Alternative oder konventionelle Energien: Neue Lösungsansätze

Wien (OTS) - Österreich hat zur Förderung alternativer Energien und des Klimaschutzes eine Reihe von gesetzlichen Maßnahmen getroffen. Trotzdem stößt in Österreich ebenso wie in Europa der gewünschte rasche Umstieg auf alternative Energien auf Probleme. So erzeugen beispielsweise die Windkraftwerke vor der deutschen Küste an vielen Tagen mehr Energie als die vorhandenen Leitungen bewältigen können. Und die Solarenergie verursacht hohe Kosten, die den deutschen Sachverständigenrat veranlasst haben, vor der weiteren Förderung zu warnen.

Eine aktuelle Untersuchung des Dr. Karl Kummer-Instituts zeigt, dass eine Reihe von neuen technologischen Entwicklungen Lösungen für diese Probleme bringen könnten. Um nur einige Beispiele zu nennen:

  • Praktische Versuche mit der theoretisch seit langem bekannten Superleitertechnologie lassen eine Steigerung der Effizienz konventioneller Generatoren im zweistelligen Bereich möglich erscheinen, egal ob diese Generatoren in Wasser- oder in Dampfkraftwerken oder wo immer stehen.
  • Neue Dampfturbinen mit optimierter Abwärmenutzung erreichen einen Wirkungsgrad von über 60 %, sind also um rund 20 % leistungsfähiger als Dampfturbinen ohne diese Technologie. Die modernste Turbine dieser Art steht im Kraftwerk Irsching / Deutschland.
  • Auch im Bereich der Elektromotoren gibt es enorme technische Fortschritte. Nach Angabe von Siemens ist es nunmehr möglich, mit Energiespar-Elektromotoren und mit Drehzahlregelung ausgestatteten Elektromotoren bis zu 60 % der bisherigen Energiekosten einzusparen. Das ist deshalb von großer Bedeutung, weil Elektroantriebe derzeit rund 65 % des gesamten industriellen Stromverbrauches ausmachen.
  • Zur teilweisen Lösung der Probleme fehlender Leitungen und des unregelmäßigen Stromanfalls aus Wind- und Solarkraftwerken bieten sich neue Speichertechnologien an. Das deutsche Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik ergänzt die klassische Elektrolyse, bei der die Luft in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird, durch Zusatz von CO2 und produziert damit Methangas oder sogar Treibstoff auf dieser Basis. Dazu gibt es eine Reihe neuer Entwicklungen, die Speichermöglichkeiten selbst für Haushalte ermöglichen.

Diese Fülle neuer Technologien würde auch in Österreich mehr Forschungs- und Entwicklungsaufwand verdienen. "Damit könnten nicht nur Streitpunkte zwischen alternativen und konventionellen Energien deutlich entschärft werden", betont Manfred Drennig, Autor der Untersuchung des Karl Kummer-Instituts, "sondern wir würden auch der Erreichung der österreichischen Klimaziele einen großen Schritt näher kommen."

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