• 22.11.2011, 09:27:53
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Haimbuchner schnürt Wohn-Belastungspaket: Barrierefreiheit auf Steinzeitniveau zurückgestuft

Affenzeller: "Entwurf des FP-Wohnbauressorts ist unfair und unsozial!"

Linz (OTS) - Bestürzt zeigt sich SP-Landtagsabgeordneter und
Sozialsprecher Hans Affenzeller über den lange angekündigten
Verordnungsentwurf des FP-Wohnbau-Referenten: "Haimbuchner will
offensichtlich den barrierefreien Wohnbau abschaffen. Vergessen wurde
ganz eindeutig auf Menschen mit Beeinträchtigungen und Familien mit
Kindern. Der SPÖ-Landtagsklub lehnt die unsozialen
Änderungsvorschläge Haimbuchners entschieden ab!"

Soll es nach Haimbuchner gehen, werden 2012 alle wichtigen
Bestimmungen wegfallen, die die Barrierefreiheit in Wohnhäusern
garantieren. Geplant ist einerseits, generell nur mehr
Erdgeschosswohnungen barrierefrei zu bauen, andererseits entfällt das
Verbot von Stufen innerhalb von Wohnungen, der generelle Liftbau ab
dem 2. Obergeschoß oder die barrierefreie Erreichbarkeit von
beispielsweise Keller oder Tiefgarage. Auch die Verschlechterungen
für den nachträglichen Lifteinbau stoßen bei Sozialsprecher
Affenzeller auf Ablehnung: "Wohnhäuser, die bisher keinen Lift
hatten, konnten zumindest noch mit einem nachträglichen Einbau
rechnen. Für Häuser unter 4 Stockwerken stirbt diese Möglichkeit,
sollte das Papier so umgesetzt werden!"

"Gerade jene Menschen, die auf eine barrierefreie Bauweise angewiesen
sind, werden nach der Reform keine Wahlmöglichkeit mehr haben, wo und
wie sie wohnen möchten. Landesrat Haimbuchner beraubt sie mit seinen
harten Einschnitten ihrer Selbstbestimmung", zieht Affenzeller
Resümee über den Änderungsentwurf. "Damit ältere Menschen so lange
wie möglich in ihren eigenen Wohnungen leben können, dürfen in diesen
Wohnungen keine Barrieren errichtet werden, weil sie ansonsten in
institutionelle Pflege gedrängt werden. Einsparungen bei der
Barrierefreiheit führen somit zu zusätzlichen Kosten für Alten- und
Pflegeheime!", betont Affenzeller und hält abschließend fest: "Auch
im Hinblick auf das Oö. Chancengleichheitsgesetz bedeutet diese
sogenannte Reform einen massiven Rückschritt. Gerade im Interesse von
Menschen mit Beeinträchtigungen und Familien sind wir nicht bereit,
diesen Rückschritt mitzugehen und lehnen den Entwurf ab".

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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