• 19.11.2011, 12:22:08
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ÖHV-Schellhorn zu AK-Studie: Schluss mit dem Klassenkampf! Tourismusarbeit als Chance begreifen

AK-Studie vergleicht Hilfsköche mit Akademikern. Tourismusarbeitsplätze bleiben.

Wien (TP/OTS) - Dass die Arbeiterkammer mit ihrer aktuellen Studie
wieder den einfachen Weg wählt und alle Unternehmer anschwärzt, war
zu erwarten. ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn verlangt einen
differenzierteren Blick.

"Die AK-Studie wirft wie gewohnt alle Tourismusbetriebe in einen
Topf. Das hilft keinem Mitarbeiter. Hauptsache scheint zu sein, dass
es den Betrieben schadet", weist Sepp Schellhorn, Präsident der
Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die offensichtlich
klassenkämpferischen Ambitionen zurück, die hinter der "Studie" der
Arbeiterkammer Salzburg stehen. "Hier werden alle Tourismusbetriebe
in einen Topf geworfen: Die, die deutlich über KV bezahlen, und die,
die in stiller Übereinkunft mit dem Mitarbeiter schwarz bezahlen",
kritisiert Schellhorn und weist diese Praktiken als inakzeptabel
zurück.

Tourismus ist einzige Chance für viele

Zweiter großer Schwachpunkt sei der unpassende Vergleich mit
anderen Branchen: "Da hinkt der Vergleich enorm: Der Tourismus ist
eine junge Branche, in der engagierte Menschen viel Erfahrung in
unterschiedlichen Betrieben sammeln und für ihr Alter und ihren
Ausbildungsstand enorm verdienen. Wir haben viele Hilfskräfte, viele
freiwillig Teilzeitbeschäftigte. Wir haben kaum Akademiker. Aber wir
haben Arbeitsplätze. Und wir können versprechen, dass wir die nicht
nach Osteuropa oder Asien auslagern. Es wird auch keinen
Aufnahmestopp geben", erklärt Schellhorn.

Unerklärliche Skurrillitäten wie Biennalsprünge ohne
Leistungssteigerung auf Kosten der Steuerzahler, aber auch
Forschungsabteilungen seien in Tourismusbetrieben nicht denkbar:
"Vergleichen Sie gleiches mit gleichem: gleiches Ausbildungsniveau,
gleiche Arbeitserfahrung, nur Privatwirtschaft", fordert Schellhorn.
Wenn die Gewerkschaft dann noch erreiche, dass auch Tourismusbetriebe
ähnliche Zuschüsse erhalte wie die Industrie für die Kurzarbeit hätte
sie etwas für ihre Mitglieder geleistet. "So ist das aber nicht
ernstzunehmen."

Rückfragehinweis:
Martin Stanits
Österreichische Hoteliervereinigung
0664/5160831
[email protected]

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