Bures: E-Mobilität Made in Austria zeigt enormes Innovationspotenzial

Ministerin verlieh "Staatspreis Mobilität" im Technischen Museum

Wien (OTS/BMVIT) - Vier Innovative E-Mobilitäts-Projekte hat Verkehrsministerin Doris Bures Donnerstagabend im Rahmen einer feierlichen Gala im Technischen Museum in Wien mit dem "Staatspreis Mobilität 2011" ausgezeichnet. "Die Siegerprojekte beweisen ein-drucksvoll, dass Österreich auf dem Gebiet der E-Mobilität ein enorm hohes Innovationspo-tential aufzuweisen hat. Die vorgestellten Lösungen bieten wichtige Bausteine für ein effizi-entes und umweltgerechtes Verkehrs- und Mobilitätssystem von morgen, von dem ganz Ös-terreich profitieren wird. Dies bestätigt auch unseren Kurs, E-Mobilität aus und für Österreich weiterhin aktiv zu fördern", so Innovationsministerin Doris Bures. *****

"E-Mobilität ist heute bereits das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. Jetzt geht es da-rum, auch den Individualverkehr zukunftstauglich zu machen. E-Mobilität ist die am schnells-ten wachsende Sparte des Individualverkehrs. Wir wollen, dass in Zukunft möglichst viele E-Mobile mit Komponenten Made in Austria unterwegs sind", so die Ministerin. Deshalb fördere das BMVIT seit Jahren Forschung und Entwicklung in diesem Zukunftssektor. Und das mit greifbaren Erfolgen. Die heimische Industrie liefere schon heute für den Weltmarkt der E-Mobilität Antriebsstränge, Komponenten und Bauteile wie Range-Extender, Batteriesysteme leichte Werkstoffe für den Karosseriebau usw. "Damit das auch weiterhin so bleibt, gibt es den Österreichischen Staatspreis Mobilität. Er ist eine echte Leistungsschau für österreichi-sches Engineering", so Bures.

Die Ministerin hob den erstmals vergebenen Anerkennungspreis für Jugendliche hervor. Jugendliche seien die ersten, die in der Ausbildung mit neuen Technologien in Kontakt kommen aber auch anwenden (Beispiel E-Fahrräder, E-Scooter). Jugendliche hätten auch ein anderes Mobilitätsverhalten als Erwachsene. Sie würden zum Beispiel ganz selbstver-ständlich den öffentlichen Verkehr mit E-Fahrzeugen kombinierern. "Diese jungen Menschen sind die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer von morgen", betonte Bures, die abschließend feststellte: "Wir haben im Jahr 2020 nicht alle Verkehrs- und Klimaprobleme gelöst. Aber man wird 2020 verstärkt sauber und elektrifiziert von A nach B kommen. Und das mit Tech-nologien Made in Austria."

Die Gewinner des Staatspreises Mobilität wurden von einer unabhängigen Jury aus heimischen und internationalen ExpertInnen aus 63 Einreichungen ausgewählt. Alle einge-reichten Projekte hatten das Ziel, neuartige Produkte und Lösungen für E-Mobilität in Öster-reich in drei verschiedenen Kategorien zu präsentieren.

Sieger in der Kategorie "Innovativ E-Mobil" sind das Projekt "Solarbus" eingereicht von der Firma Solarmobil Austria sowie das Projekt "Zero Emission Motor Cycle - Freeride-E" der Firma KTM Sportmotorcycle AG. Im Rahmen des "Solarbus" wurde erstmals in Europa ein neuer, hocheffizienter Solar-Elektrobus für den Einsatz im öffentlichen Nahverkehr entwickelt, der seit September 2011 bereits in Betrieb ist. KTM hat gemeinsam mit Projekt-partnern ein Geländesport-Motorrad hervorgebracht, das von einem kompakten, hocheffi-zienten und leistungsstarken Elektromotor angetrieben wird und somit sowohl Fahrspaß als auch Umweltverträglichkeit gewährleistet.

In der Kategorie "Intelligent E-Mobil" überzeugte das Projekt "BALLADE" eingereicht von der Firma EVERYNEAR GmbH. Dieses stellt eine benutzerfreundliche und allgegenwär-tige Ladestelleninfrastruktur zur Verfügung, die das Tanken von Elektrofahrzeugen noch komfortabler und einfacher macht.

Gewinner in der Kategorie "Sicher E-Mobil" ist das Projekt "Safe e-biking -SEEKING" des Austrian Institute of Technology - AIT. Im Rahmen des Projekts werden Sicherheitsas-pekte rund um E-Fahrräder und E-Mopeds wissenschaftlich untersucht. Hintergrund ist, dass E-Zweiräder unter anderem ein hohes Beschleunigungsverfahren aus dem Stand haben oder auch höhere durchschnittliche Geschwindigkeiten erreichen. Aus den gewonnenen Er-kenntnissen werden in Folge Präventivmaßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit abgeleitet.

Der erste Platz des Anerkennungspreises "Jugend E-Mobil", der sich an Kinder, Ju-gendliche und Schulklassen richtet, ging an das Projekt "E-Mobility 4-U" der RIC - die Regi-onale Innovations Centrum GmbH. Die RIC ist eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur Ideenfindung zwischen Industrie, Hochschulen und Schulen. Schülerinnen und Schüler der VS/HS Steinerkirchen, der PTS Schwanenstadt, der AHS Wels und der HTL Wels bilde-ten gemeinsam mit der Lehrwerkstätte ein Projektteam und entwickelten eine eigenes Elekt-rokart. Die älteren Projektteilnehmer konzipierten ein Fahrzeug dessen Antrieb mit zwei 18 Volt Akkubohrmaschinen angetrieben wird.

Weiterführende Informationen unter www.bmvit.gv.at/staatspreis

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