- 17.11.2011, 22:01:39
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Kommentar zu Extremismus / Kriminalität
Osnabrück (ots) - Wir müssen ein Zeichen setzen
Wehret den Anfängen, nach jedem rechten Anschlag in den vergangenen
Jahrzehnten wurde dieser Appell bemüht. Doch angesichts der neuen
Terrorserie kann nicht mehr von Anfängen einer braunen Bedrohung die
Rede sein. In manchen Landstrichen Ostdeutschlands hängen nur noch
NPD-Wahlplakate. Rechte Schlägertrupps tyrannisieren teils ganze
Dörfer. Ausländer müssen in Rostock, aber auch in einigen westlichen
Städten Viertel meiden. Was läuft da schief? Dieses Land darf nicht
zur Tagesordnung zurückkehren. Es muss sich dem Extremismus
entgegenstellen. Eine breite Debatte im Bundestag ist erforderlich
und eine schonungslose Analyse der Schwachstellen bei den
Sicherheitsapparaten. Dass Bundes- und Landesbehörden keine
gemeinsame Datenbasis haben, ist skandalös.
Zudem ist es zwingend, dass Bundesregierung und gesellschaftlich
relevante Gruppen, Gewerkschaften, Kirchen, Islam-Verbände, zu einer
Gedenkveranstaltung einladen. Über Jahre mussten die Angehörigen der
Opfer ihren Schmerz alleine tragen. Jetzt kommen Politiker
medienwirksam zum Kondolieren. Reicht das? Nein. Es waren Menschen
aus unserer Mitte, die kaltblütig ermordet wurden. Diese
rassistischen Anschläge trafen neun ausländische Mitbürger und eine
Polizistin, und unsere Grundwerte. Deshalb muss das Land ein Zeichen
setzen, gegen Fremdenhass und Terror.
Rückfragehinweis:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: 0541/310 207
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