BZÖ-Petzner gegen subventionierte Staatskünstler

"Weniger Lady Gaga und dafür mehr Hubert von Goisern"

Wien (OTS) - In Krisenzeiten, wo die Staatsverschuldung europaweit Ausmaße angenommen hat, dass sie die gesamteuropäische Volkswirtschaft in den Abgrund zu reißen droht, müsse man akzeptieren, dass das Kunst- und Kulturbudget insgesamt gesehen zwar keine Erhöhung, aber auch keine Reduzierung erfährt, sagte BZÖ-Kultursprecher abg. Stefan Petzner im Zuge der heutigen Budgetdebatte. Insofern finde er den Budgetansatz in Ordnung, wenn allerdings auch die Kontrolle sichergestellt sei. "Es kann nicht sein, dass Direktoren der Bundestheater und -Museen sich Ihr privates Vergnügen über die Schatulle des Steuerzahlers finanzieren lassen."

"Unser Kunst- und Kulturverständnis ist keines von subventionierten Staatskünstlern, sondern es besteht darin, dass wir mit den vorhandenen Kulturmitteln die Breite und die Vielfalt fördern wollen. Nicht den Glamour, nicht den Glanz, sondern den Wert der Qualität der Kultur", betonte Petzner. "Wir wollen vor allem nicht, dass die kunst- und kulturpolitische Agitation finanziert wird." Nicht selten passiere es, dass Künstler mit Förderungen belohnt würden, damit sie im dann im Wahlkampf eine Wahlempfehlung abgeben, kritisierte der BZÖ-Kultursprecher. Dieser Missbrauch von Künstlern und Kulturschaffenden sei inakzeptabel und müsse abgestellt werden, forderte er.

Petzner sprach sich für verbindliche Quoten aus, was die Förderung von österreichischer und deutschsprachiger Musik betrifft. "Ich bin stolz, dass wir endlich einen österreichischen Musiker mit einem deutschsprachigen Song an den Spitze der heimischen Charts haben!" Petzner kündigte für 2012 eine Initiative zur Förderung der heimischen Musik und damit auch für die heimischen Kulturschaffenden an. "Weniger Lady Gaga und dafür mehr Hubert von Goisern", müsse das Motto sein.

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