Festveranstaltung: 10 Jahre Gregor-Mendel-Institut

Top-ÖAW-Institut auf dem Gebiet der Pflanzenbiologie feierte Geburtstag

Wien (OTS) - "Die Bedeutung der modernen Pflanzenbiologie kann
nicht hoch genug eingeschätzt werden. Investitionen in diesem Bereich sind Investitionen in unsere Zukunft", stellte der Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Helmut Denk, anlässlich der Festveranstaltung zum 10. Geburtstag des GMI -Gregor-Mendel-Instituts für Molekulare Pflanzenbiologie der ÖAW fest. Das GMI entwickelte sich im Lauf des vergangenen Jahrzehnts -zunächst unter dem Gründungsdirektor Dieter Schweizer - zu einem international anerkannten Zentrum der pflanzlichen Grundlagenforschung auf den Gebieten der Molekular- und Epigenetik, der Stress- und Entwicklungsbiologie. Mit dem neuen Leiter, Magnus Nordborg, kam im Jahr 2009 die Populationsgenetik mit der Genom basierten Erforschung des Anpassungsvermögens ganzer Populationen hinzu.

"Österreich verfügt über eine lange Tradition biowissenschaftlicher Forschung, welche in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor wurde: heute beschäftigen knapp 350 Unternehmen mehr als 28.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 8,8 Milliarden Euro. Das Gregor Mendel Institut ist über die Grenzen hinweg bekannter Ausdruck dieses gewachsenen Stärkefeldes", betont Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. Seit Entstehen des Instituts hat der Bund dessen Entwicklung und die Arbeit am Vienna Biocenter Campus bis heute mit ca. 170 Millionen Euro gefördert. "Ein weitsichtiges Investment, wenn man an die wachsende Bedeutung der life sciences und die angestrebte Erhöhung der Absolvent/innenzahlen im MINT-Bereich denkt", so Töchterle, der dem GMI zum Decennium wünschte, dass es auch in Zukunft "erfolgreich weiter mendle".

Die genetischen Prinzipien des Lebens zu verstehen, sei die Triebkraft für ein Grundlagenforschungsinstitut wie das GMI, erklärte Direktor Magnus Nordborg. Das GMI hat sich in den vergangenen Jahren zu einem führenden Pflanzenforschungsinstitut Europas entwickelt, das seine Wissenschaftler(innen) weltweit rekrutiert. Derzeit sind es etwa 90 Wissenschaftler(innen) aus 28 verschiedenen Ländern.

Das Geburtstagsfest für das GMI begann mit einem wissenschaftlichen Mini-Symposium mit Vorträgen von internationalen Expert(inn)en: Philip Benfey (Duke University, USA), Elizabeth Vierling (Univ. of Massachusetts, USA) und Ueli Grossniklaus (Universität Zürich, Schweiz). Sie zeigten eindrucksvoll, wie es immer besser gelingt, in den Lebenszyklus der Pflanze quasi zu zoomen und zu erkennen, wie präzise die Prozesse von der Makro- bis zur Nanoebene ineinander greifen.

Informationen zum GMI: http://www.gmi.oeaw.ac.at/

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