Dr. Manfred Ainedter: ÖÄK-Präsident Dorner verschwendet Kammerbeiträge im Kampf gegen Raucher

Ainedter, Gründer der Plattform "Rauchfrei(heit)!" gegen Forderungen eines generellen Rauchverbots der Ärztekammer

Wien (OTS) - "Ein allgemeines Rauchverbot hilft keinem Raucher
seine Sucht los zu werden. Im Gegenteil üben Verbote vor allem auf Jugendliche den Reiz aus, etwas erst recht auszuprobieren", entgegnet Manfred Ainedter dem ÖÄK-Präsidenten Dorner, der gegen Raucher wettert und Verbote für den richtigen Weg hält.

Wie Verbote scheitern

Wie der leitender medizinische Direktor des irischen Gesundheitsministeriums, Dr. Tony Holohan im Oktober 2011 mitteilte, funktioniere das irische Rauchverbot nicht. Holohan bestätigte, dass die Anzahl der Raucher in Irland, seit dem eingeführten Rauchverbot im Jahr 2004, nicht zurückgegangen sei . "Wie man am irischen Beispiel, das Dorner wohl nicht in seiner Komplexität kannte, trotzdem aber als Musterland im Nichtraucherschutz anführt, sehen kann, geht diese Rechnung nicht auf", so Ainedter. Es stellt sich also zum einen die Frage, wieso Dorner sich nicht besser informiert, wenn er das Beispiel Irland anführt und zum anderen, ob die ÖÄK keine anderen Sorgen hat, als sich um das allgemeine Rauchverbot in Österreich zu kümmern? Dorner hält das Rauchverbot für "eine willkommene Hilfe bei dem Versuch, endgültig von der Sucht los zu kommen" und hebt außerdem die Vorbildwirkung für Jugendliche hervor.

Die Jugend durch Verbote schützen

Wenn der Ärztekammer so viel am Schutz der Jugendlichen liegt, wäre es dann nicht ihre Aufgabe, sich beispielsweise darum zu kümmern, dass Schönheits-Ops für Minderjährige verboten werden? Und wenn es um die Vorbildwirkung geht, müssten dann nicht folgerichtig zum Schutz der Jugendlichen sämtliche Mode- & Lifestyle-Magazine verboten werden, in denen Jugendliche permanent perfekte Körper zu sehen bekommen?

Kammerbeiträge für Feinstaubstudie und Auszeichnung für Gastronomiebetriebe

Am Mittwoch, den 16.11.2011 hat die ÖÄK, wie bereits im vergangenen Jahr, Betriebe für vorbildlichen Nichtraucherschutz ausgezeichnet. "Viel wichtiger als die Frage, was die Auszeichnung dem jeweiligen Betrieb eigentlich bringt, ist doch, ob die Kammerbeiträge der Ärzteschaft nicht sinnvoller verwendet werden sollten", so Ainedter. Auch eine von Studenten durchgeführte und von der ÖÄK in Auftrag gegebene Studie zur Feinstaubbelastung in Lokalen mit einem Nona Ergebnis wirft Fragen über die zweckmäßige Investition der Kammerbeiträge auf. Was die erhöhte Feinstaubbelastung in Lokalen betrifft, warnt Ainedter davor, in der anstehenden Vorweihnachtszeit zu viele Kerzen anzuzünden. Die Feinstaubbelastung könnte sich dadurch erhöhen. "Es wäre also gerade jetzt eine gute Zeit für Herrn Dorner, ein allgemeines Kerzenverbot zu fordern", so Ainedter ironisch.

Die aktuelle Lösung

Die Mehrheit der Österreicher und der Parlamentarier unterstützt die derzeitige Regelung und spricht sich gegen ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie aus. Im europäischen Vergleich hat Österreich gezeigt, dass ein liberales Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern möglich ist und dass hier Tradition und Kultur noch etwas zählen. Fakt ist, ein Verbot bringt Raucher nicht dazu mit dem Rauchen aufzuhören, sondern verdrängt das Rauchen in die Privatsphäre, worunter vor allem Kinder leiden, die sich anders als mündige Erwachsene nicht entscheiden können wo und wie sie ihre Abende verbringen. Durch die aktuelle Lösung hat Österreich als einziges Land in Europa die Freiheit seiner Bürger gestärkt, indem es sowohl Rauchern als auch Nichtrauchern zugesteht, selbst zu wissen was gut und was schlecht für sie ist und Entscheidungen selbst zu treffen. "Der österreichische Weg hat sich als konsensfähige und intelligente Lösung zum Schutz der Nichtraucher herausgestellt, um den uns andere Länder beneiden", erklärt Ainedter.

Über die Initiative "Rauchfrei(heit)!"

Die überparteiliche Initiative "Rauchfrei(heit)!", die von österreichischen Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen getragen wird, sieht die Entwicklung, immer mehr Angelegenheiten der persönlichen Lebens- und Konsumgewohnheiten (in den EU-Mitgliedsstaaten) per Gesetz regeln zu wollen, höchst kritisch und nimmt das neue Tabakgesetz zum Anlass, einen offenen Diskurs zum Thema Freiheit des einzelnen, mündigen Bürgers anzustoßen. Ziel ist es, mit Aufklärung, Information und Dialog, einen nachhaltig erfolgreicheren Umgang mit dem gesundheitsrelevanten Thema "Rauchen" anzuregen, als dies gesetzliche Zwangsmaßnahmen je leisten könnten. Dabei soll einem adäquaten Nichtraucherschutz ebenso Rechnung getragen werden, wie dem Ende der Diskriminierung und der sozialen Ächtung der Raucher.

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