"Prävention ist die beste Medizin"

Wien (OTS) - Früherkennung und präventive Maßnahmen sind bei orthopädischen Erkrankungen für eine optimale Behandlung - und in manchen Fällen auch zur Vermeidung einer Operation - notwendig. Darauf verweisen Experten im Vorfeld der Orthopädie-Kongresstage der Vinzenz Gruppe.

"Die Menschen kommen oft zu spät zum Arzt" - dieser Stehsatz gilt noch immer - und er gilt auch in der Orthopädie, betonen Orthopäden der Vinzenz Gruppe. "Eine optimale orthopädische Behandlung kann nur dann erfolgen, wenn der Patient frühzeitig beim Auftreten von Beschwerden den Arzt aufsucht", unterstreicht Univ.-Doz. Dr. Franz Landsiedl, Leiter der I. Orthopädischen Abteilung des Orthopädischen Spitals Speising.

Landsiedl ist Präsident der diesjährigen Kongresstage Orthopädie der Vinzenz Gruppe, die vom 18 bis 19. November im Orthopädischen Spital Speising in Wien stattfinden und zu denen 300 Experten aus ganz Österreich und Deutschland erwartet werden.

Zentrales Thema des Kongresses ist die Prävention in der Orthopädie. Ein in Theorie und Praxis oft stiefmütterlich behandeltes, aber wichtiges Themenfeld, wie Dozent Landsiedl betont, denn:

Durch frühzeitiges Aufsuchen des Arztes kann man sich in manchen Fällen sogar große Operationen ersparen - wie etwa bei Rückenbeschwerden: Hier können beispielsweise durch Infiltrationen mit Röntgenbildgebung (der Weg, den die Infiltrationsflüssigkeit im Körper zurücklegt kann dadurch exakt gesteuert werden) offene Wirbelsäulenoperationen vermieden werden.

Durch Prävention in der Orthopädie kann auch der künstliche Gelenksersatz viele Jahre lang verschoben werden. Landsiedl: "Einen hohen Stellenwert in der präventiven Medizin nehmen zunehmend jene Gelenk erhaltende Operationen ein, die die Notwendigkeit einer Prothesenversorgung um Jahre hinauszögern können".

Haltungsprobleme bei Kindern

Auch bei Kindern ist die Prävention in der Orthopädie wichtig: Durch falsches Tragen von Schultaschen können Haltungsschäden entstehen. Je früher man hier den Bewegungs-apparat ärztlich begutachtet, desto eher lassen sich einschneidende Maßnahmen, wie etwa das Tragen von Miedern verhindern.

In der Prävention arbeiten die Orthopäden auch mit anderen Berufsgruppen, zum Beispiel mit Ergotherapeuten, zusammen: So können diese etwa durch Arbeitsplatzberatungen auf Fehlhaltungen am Computerarbeitsplatz hinweisen. Schließlich kann eine bessere Arbeitsplatz-Ergonomie etwa Handgelenksentzündungen hintanhalten. Solche Überbelastungen treten ja bei vielen Berufstätigen, die mit einer PC-Tastatur und einer Computermaus arbeiten, auf.

Ein breites Thema, das viele Fächer berührt

Der Breite des Themas Rechnung tragend, kommen die Referenten des Orthopädie-Kongresses auch aus vielen medizinischen Fachbereichen:
aus der Inneren Medizin, klinischen Pharmakologie sowie der physikalischen Medizin. Insgesamt werden an den Kongresstagen alle großen Felder der Orthopädie beleuchtet: Hüfte, Knie, Wirbelsäule, Schultern und Fuß.

In der Hüftarthroskopie, der Begutachtung und Behandlung von Hüftgelenkserkrankungen, gibt es übrigens auch ein Jubiläum zu feiern: Im Orthopädischen Spital Speising werden diese "Schlüsselloch-Eingriffe" bereits seit 25 Jahren erfolgreich durchgeführt.

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Annemarie Kramser
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