AK zur Oktober-Inflation: Endlich Stopp der Preistreiberei!

Wien (OTS) - Die Preistreiberei gehört bekämpft, fordert die AK von der Regierung als Konsequenz der nach wie vor hohen Inflation im Oktober von 3,4 Prozent. "Wir verlangen weiter den maximalen Einsatz gegen die Preistreiberei, die ihre Hauptursache in der Spekulation hat", erklärt AK Präsident Herbert Tumpel. "Spekulanten dürfen die Preise nicht auf Kosten der Konsumenten in die Höhe treiben. Das ist ungerecht." Der Preisauftrieb ist auch eine Gefahr die Konjunktur, weil dadurch die Realeinkommen sinken. "Bei den Lohnverhandlungen müssen die Beschäftigten ihren gerechten Anteil bekommen. Kräftige Lohn- und Gehaltsabschlüsse stärken die Kaufkraft", sagt Tumpel.

"Heizen, Essen, Miete und oft auch Sprit - das sind Kosten, denen niemand ausweichen kann", sagt Tumpel. "Fürs Heizen werden die Konsumenten heuer tief in die Geldbörse greifen müssen: So ist der Preis für Heizöl im Jahresvergleich um 21 Prozent gestiegen, Gas wurde um fast 14 Prozent teurer. Der Preis für Diesel zum Beispiel stieg im Jahresvergleich um 20 Prozent. Auch Lebensmittel schlagen sich teuer zu Buche: beispielsweise Kristallzucker (plus 39 Prozent), Weizenmehl (plus 18,3 Prozent), Kaffee, Tee und Kakao (plus 19,2 Prozent), Fette und Öle (fast plus zwölf Prozent). Die Wohnungsmieten stiegen ebenfalls überdurchschnittlich (plus vier Prozent).

Tumpel verlangt Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene:
+ Spekulationen unterbinden: Die Regierung muss sich auf EU-Ebene für Maßnahmen gegen Spekulationen auf den Rohstoffmärken einsetzen, vor allem auf dem Ölmarkt.
+ Der Wirtschaftsminister muss im Wettbewerbsgesetz endlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein Wettbewerbsmonitoring schaffen.
+ Sprit-Preisbildung untersuchen: Die EU-Kommission muss die Preisbildung bei Rohöl und Sprit prüfen. Die AK hat die EU schon wiederholt aufgefordert, den europäischen Mineralölmarkt zu untersuchen.
+ Die Bundeswettbewerbsbehörde muss auch den österreichischen Treibstoffmarkt genau unter die Lupe nehmen. In Deutschland ist das durch das deutsche Bundeskartellamt bereits passiert. Das Ergebnis:
Die Marktmacht fünf großer Multis zieht ein höheres Preisniveau nach sich - die Marktstruktur ist auch in Österreich so.
+ Preissteigerungen kontrollieren: Steigen bei uns Grundnahrungsmittelpreise stärker als in vergleichbaren Ländern, muss der Wirtschaftsminister prüfen lassen, wodurch der "Österreich-Aufschlag" zustande kommt.

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