- 15.11.2011, 12:41:30
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Heilende Musik: Musiktherapie als vielversprechendes Zukunftskonzept - BILD

Krems (OTS) - Bereits zum zweiten Mal tagte ein internationales
ExpertInnenforum an der IMC FH Krems zu Musiktherapie. Weltweit
führende WissenschafterInnen präsentierten die neuesten Studien zur
Angst- und Depressionsbewältigung sowie wirksame Methoden zur
Behandlung Frühgeborener. Mit rund 200 TeilnehmerInnen war die
Veranstaltung, die von Landeshauptmann-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka
eröffnet wurde, ein voller Erfolg. Mehr Infos unter:
www.fh-krems.ac.at und www.bestpracticeday.at.
"Steigende Zahlen psychisch erkrankter Menschen sowie immer mehr
und jünger werdende Frühgeborene stellen WissenschafterInnen und
ÄrztInnen vor neue Herausforderungen. Es ist an der Zeit, die
Behandlungen an die gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen -
eine wesentliche Errungenschaft ist dabei die Musiktherapie als
essentielles Element ganzheitlicher PatientInnenbetreuung", so der
Musiktherapeut Priv.-Doz. Mag. Dr. Gerhard Tucek, Studiengangsleiter
an der IMC FH Krems bei der Eröffnung des "Best Practice Days 2011".
Die europaweit einzigartige Veranstaltung fand unter Beteiligung
hochkarätiger ExpertInnen aus Finnland, Deutschland und Österreich an
der IMC FH Krems, dem Kompetenzzentrum für Musiktherapie, statt.
Erfolgreiche Behandlung mit Musiktherapie
Jeder zehnte Österreicher leidet an Depressionen. Diese nehmen
vorwiegend Überhand, wenn die Alltagsroutine unterbrochen wird,
beispielsweise bei Jobverlust. Dass gerade Musiktherapie einen Ausweg
aus der Krankheit bietet, wissen die Wenigsten. "Eine Behandlung von
Depressionen und Angstzuständen ist doppelt so erfolgreich, wenn auch
Musiktherapie hinzugezogen wird", so der finnische Prof. Dr. phil.
Jaakko Erkkilä, PhD. von der University of Jyväskylä. Um den Erfolg
der Behandlung noch weiter zu steigern, setzt man in Finnland zudem
auf häufigere und längere Therapie-Sitzungen als in Österreich.
Ähnlich wie die Zahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen,
steigt auch die Anzahl der Frühgeborenen: "In Deutschland gibt es
bereits elf Prozent Frühgeborene - mittlerweile machen sie die größte
Patientengruppe in der Pädiatrie aus", erklärt die Schweizer
Musiktherapeutin und Musikpädagogin Friederike Haslbeck, MAS. Diese
Kinder sind großem Stress und Belastungen unterworfen - so entspricht
allein der Lärmpegel im Inkubator dem des Straßenverkehrs zur
Stoßzeit. Musiktherapie kann durch die Maskierung des Lärms und
Schmerzlinderung dazu beitragen, Belastungen abzubauen, aber auch die
Wahrnehmung und Entwicklung des Kindes zu fördern.
Auch Eltern, die durch die Situation traumatisiert sind, hilft
Musiktherapie die Bindung zu ihrem Kind zu stärken. Dr. Dorothee v.
Moreau, Diplom-Psychologin, Musiktherapeutin und Leiterin der
Musiktherapeutischen Lehrambulanz der SRH Hochschule Heidelberg,
appelliert, auch bei der Nachsorge auf Musiktherapie zu setzen:
"Studien belegen eindrucksvoll, dass Mütter, die Musiktherapie
angewendet haben, länger und häufiger stillen und ihre Kinder eine
bessere sprachliche sowie motorische Entwicklung durchlaufen."
Musiktherapeutische Ausbildung auf dem Vormarsch
"Ernüchternd ist die Tatsache, dass sich die Musiktherapie derzeit
auf dem selben Stand wie die Psychotherapie vor 30 Jahren befindet",
so Prof. Dr. sc. Hum. Thomas Hillecke, Prodekan und Studiendekan der
Fakultät für Musiktherapie der SRH Hochschule Heidelberg. Als Pionier
in der Entwicklung innovativer Studiengänge, die aus dem
gesellschaftlichen Bedarf generiert werden, arbeitet die IMC FH Krems
aktiv daran, diese Lücke zu füllen. "Die hohen Anmeldezahlen zu
unserem Bachelor-Studium der Musiktherapie verdeutlichen den hohen
Bedarf dieser Ausbildung", erklärt Gerhard Tucek.
An der Kremser Fachhochschule können StudentInnen ihr Studium
innerhalb von sechs Semestern mit dem "Bachelor of Science in Health
Studies (BSc)" abschließen. Die Wichtigkeit einer
musiktherapeutischen Ausbildung betont auch Landeshauptmann-Stv. Mag.
Wolfgang Sobotka: "Es ist wichtig, sich den gesellschaftlichen
Veränderungen anzupassen und diesen jungen Berufsstand bestmöglich zu
fördern, daher unterstützt das Land Niederösterreich die
Ausbildungsinitiative der IMC FH Krems."
Musiktherapie als Ausbildung bieten neben der IMC FH Krems derzeit
nur die Universitäten für Musik und darstellende Kunst in Wien und
Graz an. "Um Weiterbildung zu fördern, arbeiten wir bereits intensiv
an gemeinsamen Programmen", so Tucek.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service,
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
IMC Fachhochschule Krems Priv. Doz. Mag. Dr. Gerhard Tucek Piaristengasse 1, 3500 Krems Tel: +43 (0)2732 802 - 339 [email protected] comm:unications - Agentur für PR, Events & Marketing Sabine Pöhacker Tel: +43 (0)1 315 14 11-0 Liechtensteinstraße 12/9, 1090 Wien [email protected]
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