- 15.11.2011, 10:00:56
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FPÖ-Mölzer: Barnier-Vorschlag zu strengeren Regeln für Ratingagenturen ist zuzustimmen
Ratingagenturen haben sich zu unkontrollierten Quasi-Monopolisten entwickelt - Aber auch Konstruktionsfehler der Währungsunion müssen behoben werden
Wien (OTS) - Grundsätzlich positiv zu den Reformvorschlägen von
EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier, wonach es künftig strengere
Regeln für Ratingagenturen geben soll, äußerte sich heute der
freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas
Mölzer. "Die Tätigkeit dieser Branche, die von nur drei großen
Agenturen, davon zwei mit Sitz in den USA, beherrscht wird,
durchschaut fast niemand. Daher ist es wünschenswert, wenn die
Ratingagenturen in die Zange genommen werden sollen", so Mölzer
weiter.
Auch wies der freiheitliche EU-Mandatar auf die Macht hin, die sich
bei den Ratingagenturen angesammelt habe: "Die drei Branchenriesen
haben sich jeder Kontrolle entzogen, ihre Bewertungen haben in der
internationalen Finanzwelt den Status von religiösen Dogmen und sie
können einzelne Staaten in den Abgrund stürzen. Wenn aber nicht mehr
vom Volk gewählte Politiker, sondern Quasi-Monopolisten, wie es die
Ratingagenturen sind, das Handeln bestimmen, dann wird eine
verhängnisvolle Entwicklung in Gang gesetzt", warnte Mölzer.
Allerdings zeigte sich der freiheitliche Europaabgeordnete skeptisch,
ob es, wie von Barnier geplant, ausreichend sei, Ratingagenturen
vorübergehend zu verbieten, Urteile über kriselnde Euro-Länder zu
verbieten. "Denn die Ratingagenturen tragen nicht die alleinige
Schuld an der Krise in der Euro-Zone. Vielmehr rächen sich nun die
Konstruktionsfehler der Währungsunion, die beispielsweise durch eine
Teilung der Euro-Zone behoben werden müssen", schloss Mölzer.
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